Thema: Grube Carl
01. Juli 15 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Am 11.Juni 2014 stellte der Planungsbeirat Grube Carl die Ergebnisse seiner Arbeit der vergangenen beiden Jahre vor. Es geht um die bauliche Entwicklung der Planzellen 5 und 6 ? also der Baufelder links und rechts des Grefrather Wegs.
Die Stimmung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher war mehr als angespannt, wie die Presse damals zu berichten wusste:
Die Planungen für den Stadtteil Grube Carl laufen weiter, als hätte es diese Veranstaltung nie gegeben. Laut den Ausführungen des zweiten Beigeordneten der Stadt Frechen, Herrn Uttecht, in einer der letzten Schulausschusssitzungen, verhandelt die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) mit der RWE über den Kauf der Grundstücke für die Baufelder 5 und 6 (links und rechts des Grefrather Wegs). Die SEG muss sich, um die Grundstücke kaufen zu können, Geld leihen, was sie akut sicherlich nicht übermäßig teuer kommt. Trotzdem gilt: bei einem Darlehen entstehen Zinsaufwände und irgendwann müssen das Darlehen getilgt werden. Daraus resultiert: sobald die SEG im Besitz der Grundstücke ist, wird in einem sehr überschaubaren Zeitraum die Baureife der Baufelder hergestellt werden und die Vermarktung erfolgen. Wir müssen also in den kommenden Jahren (2 bis 3) damit rechnen, dass die ersten Bautätigkeiten beginnen.
Aus der Bautätigkeit resultiert ein Zuzug von Familien und damit, alle Frechener Neubaumaßnahmen künden davon, ein schneller Anstieg von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Bisher jedoch plant die Stadt die Lindenschule weiterhin nur 2,5 zügig, obwohl der Schulentwicklungsplan für die kommenden Jahre eine voll ausgelastete Lindenschule erwarten lässt ? schon ohne Erschließung weiterer Baufelder.
Spätestens dann wird deutlich werden, was in der Bürgerversammlung vielfach kritisiert worden ist:
die Verkehrsbelastung der Wohnstraßen ist heute schon grenzwertig und wird weiter zunehmen; Parkraum ist heute schon mehr als knapp, das wird nicht besser werden durch die weitere Bebauung. Die ÖPNV-Anbindung des Stadtteils ist derart, dass ein freiwilliger Verzicht auf die Autonutzung nicht möglich ist.
Zudem steht die Befürchtung im Raum, dass das erhöhte Verkehrsaufkommen zu den neuen Baufeldern ausschließlich über die Straßen Zum Bellerhammer und Danziger Straße abgewickelt werden soll.
In den Erläuterungen zum Flächennutzungsplan wurde zwar noch formuliert, man wolle die
Die bisherige Planung auf Grube Carl ist so angelegt, dass der Autoverkehr die Wohnstraßen vermehrt belastet und der Bau des verlängerten Freiheitsringes ab einer gewissen Anzahl an Fahrzeugbewegungen zum Sachzwang wird. Der Bau des verlängerten Freiheitsringes ist aber politisch äußerst umstritten, und es ist zu vermuten, dass er vermehrt Durchgangsverkehr anziehen würde.
Um verstehen zu können, woran es im Stadtteil bei der Verkehrsführung hakt und warum diese grundsätzlich überplant werden sollte, zunächst ein Blick auf das aktuelle und zu erwartende Verkehrsaufkommen. Dazu hatte die Stadt im Jahre 2011 eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben.
Bei der Betrachtung der einzelnen Szenarien in diesem Gutachten wird sichtbar, dass die Autos nur via Danziger Straße und der Straße Zum Bellerhammer die einzige Zufahrtsstraße ?Zur Grube Carl? erreichen können. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass beide Straßen statt bisher 1.700 bzw. 1.300 zukünftig bis zu 3.400 resp. 4.300 Fahrbewegungen pro Tag verkraften sollen.
Mit einer wesentlichen Einschränkung allerdings: Wenn dieser zusätzliche Verkehr, wie bisher geplant, ausschließlich durch die bestehenden Wohnstraßen fließen soll, dann wird das Verkehrschaos im Stadtteil bald die Argumente dafür liefern, den verlängerten Freiheitsring unausweichlich erscheinen zu lassen, denn die Abbindung der Rosmarstraße steht ja auch noch im Raum.
Die Wohnqualität der Anwohner/innen spielt in dem Gutachten keine Rolle, ebenso wenig in der Debatte bezüglich der Weiterentwicklung des Stadtteils. Das zentrales Kriterium scheint einzig die Aufnahmefähigkeit der Straßen an Fahrzeugen. Wie der Verkehr innerhalb des Stadtteils fließt, bzw. nicht fließt wurde nicht reflektiert.
So weit, so schlecht ? vor 3 Jahren hat die BI Grube Carl deshalb die Idee entwickelt, dass der Stadtteil ein neues Verkehrskonzept benötigt. Inzwischen ist deutlich erkennbar, dass dies im Rahmen der aktuellen Planung kaum möglich erscheint. Der Vertreter der BI hat aus diesem Grunde auch vor wenigen Wochen seine Rücktritt aus dem Planungsbeirat erklärt.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, dass die Planung des Wohngebiets grundsätzlich überdacht werden muss, da die zur Jahrtausendwende aufgestellten Prämissen der Stadtteilplanung, beispielhaft erwähnt sei nur die Idee, auf Grube Carl solle ein ?Stadtteil der kurzen Wege? entstehen, alle nicht mehr gelten.
Daneben gibt es aber auch ein weiteres Set an Gründen aus den Bereichen Klimaschutz und Ökologie weswegen über eine veränderte Planung nachgedacht werden muss.
So kommt eine städtebauliche Konzeptplanung aus dem Jahre 1997 im Kapitel Freiraum- und Grünstruktur zu dem Ergebnis, dass
Eine Teilantwort auf diese verschiedenen Problemlagen hat die BI Grube Carl vor 2 Jahren entwickelt, woraus dann die konkrete Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? hervorging.
Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? reagiert auf verschiedene Problemlagen:
1. Die Frechener Kernstadt verfügt nur über wenige naturnahe Erholungsräume. Diese liegen alle am westlichen Rand der Kernstadt: der Rosmarpark und der Grünzug zwischen der alten Wohnbebauung und den Gewerbeflächen der Quarzsandgrube.
2. Wird ein Teil der ursprünglich für die Bebauung vorgesehenen Fläche eine Parkfläche umgewandelt, so reduziert sich damit automatisch die Verkehrsbelastung, ebenso wird die bestehende Infrastruktur (Schulen / Kinderbetreuung) entlastet.
3. Die landschaftlich schönsten Flächen sind die Ville-Hanglagen, die bei guten Wetterbedingungen einen Blick weit ins Bergische und ins Siebengebirge erlauben. Diese Hanglagen sollen bebaut werden. Das hat aber negative Folgen für die die Luftqualität in der Innenstadt, denn bei den vorherrschenden Westwinden wird die Bebauung der Hanglagen zu einer Verschlechterung der Belüftung der Innenstadt führen.
4. Eine Bebauung dieser Flächen wird eine der landschaftlich schönsten städtischen Erholungsflächen im Nahbereich der Frechener Kernstadt zerstören.
5. Der Rosmarpark ist ein kleiner, überschaubarer Park. Er scheint jedoch zu klein, um als innerstädtische Naherholungsfläche breit akzeptiert zu werden. Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? nimmt diese doch begrenzte Akzeptanz des bestehenden Parks auf, indem die Parkfläche nach Norden hin auf der anderen Seite der Rosmarstraße erweitert werden soll. Ein größerer Park bietet einen deutlich höheren Erholungswert. Die Frechener Bevölkerung wird den vergrößerten und dann hoffentlich gepflegten Park sicherlich gerne annehmen.
6. Grundsätzlich ist die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? räumlich ausbaufähig:
a. Nach Norden: möglich ist der Ausbau eines Grüngürtels entlang der Villehöhe (parallel zu den industriell genutzten Flächen der Quarzwerke) und oberhalb Buschbells. Wird die A4 gequert, so ergäbe sich ein geschlossener Erholungsraum von Königsdorf bis Benzelrath.
b. Nach Südwesten: In diese Richtung ist über die geschützten Flächen zwischen Sandstraße und Dürener Straße eine Erweiterung bis zum Kreisverkehr Dürener Straße / Grube Carl denkbar. Ab dem Kreisverkehr ist der Zugang in die Renaturierungsflächen und damit konzeptionell bis ins Marienfeld vorstellbar.
Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? wurde 2013/2014 an die grüne Stadtratsfraktion herangetragen und im Rahmen einer Ortsbegehung vorgeführt. Ursprünglich sollte ?EIN PARK FÜR FRECHEN? Teil des grünen Kommunalwahlprogramms werden. In den innerparteilichen Diskussionen wurde der konkrete Vorschlag dann ins Allgemeine verschoben:
Vor diesem Hintergrund und den bisherigen Erfahrungen mit der lokalen schwarz-grünen Politik ist klar, dass die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? bei den Grünen keine weitere Rolle mehr spielt. Jamaika hat bisher auch nicht erkennen lassen, dass an den Plänen für Grube Carl auch nur ein Jota verändert werden soll.
Im Rahmen des laufenden Bürgermeisterwahlkampfs war von einigen engagierten Sozialdemokraten versucht worden, den BM-Kandidaten der SPD Ferdi Huck für die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? zu begeistern. Doch F. Huck wünscht keine Änderung an den bisherigen Plänen für die Grube Carl. Ferdi Huck bleibt Bob der Baumeister.
Aber wer weiß, möglicherweise macht die Idee ja andernorts noch ihren Weg und findet Eingang in eine Neukonzeptionierung des Ausbaus des Stadtteils Grube Carl. Vielleicht fühlen sich unsere BürgermeisterkandidatInnen ja doch noch aufgerufen, sich zum ?EIN PARK FÜR FRECHEN? zu äußern. Wer auf Grube Carl zur Bürgermeisterin / zum Bürgermeister gewählt werden will, der- oder diejenige sollte mit konkreten Vorschlägen zu den bestehenden und zu erwartenden Problemen hervortreten.
Aussitzen und Totschweigen ist keine Option!
(2) Städtebauliche Konzeption Frechen Benzelrath, Schaller Architekten BDA Köln 27.02.1997.
(1) Fortschreibung Verkehrsuntersuchung Frechen Grube Carl Juli 2011.
Die Stimmung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher war mehr als angespannt, wie die Presse damals zu berichten wusste:
"Stattdessen tritt der Frust zutage, den vor allem das Ausbleiben der früher versprochenen Verlängerungen des Freiheitsrings und der Linie 7 in den Stadtteil hinterlassen hat. Verstärkt wird die Wut durch die Verkehrsprobleme, auch wenn sie mancher als ?subjektive Empfindung? abtut."Falls nun aber irgendjemand geglaubt haben sollte, dass diese Rückmeldung der EinwohnerInnen des Stadtteils ein neues Nachdenken bei den politisch Verantwortlichen ausgelöst hätte, so wäre das als ein Zeichen kindlicher Naivität zu werten.
Die Planungen für den Stadtteil Grube Carl laufen weiter, als hätte es diese Veranstaltung nie gegeben. Laut den Ausführungen des zweiten Beigeordneten der Stadt Frechen, Herrn Uttecht, in einer der letzten Schulausschusssitzungen, verhandelt die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) mit der RWE über den Kauf der Grundstücke für die Baufelder 5 und 6 (links und rechts des Grefrather Wegs). Die SEG muss sich, um die Grundstücke kaufen zu können, Geld leihen, was sie akut sicherlich nicht übermäßig teuer kommt. Trotzdem gilt: bei einem Darlehen entstehen Zinsaufwände und irgendwann müssen das Darlehen getilgt werden. Daraus resultiert: sobald die SEG im Besitz der Grundstücke ist, wird in einem sehr überschaubaren Zeitraum die Baureife der Baufelder hergestellt werden und die Vermarktung erfolgen. Wir müssen also in den kommenden Jahren (2 bis 3) damit rechnen, dass die ersten Bautätigkeiten beginnen.
Aus der Bautätigkeit resultiert ein Zuzug von Familien und damit, alle Frechener Neubaumaßnahmen künden davon, ein schneller Anstieg von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Bisher jedoch plant die Stadt die Lindenschule weiterhin nur 2,5 zügig, obwohl der Schulentwicklungsplan für die kommenden Jahre eine voll ausgelastete Lindenschule erwarten lässt ? schon ohne Erschließung weiterer Baufelder.
Spätestens dann wird deutlich werden, was in der Bürgerversammlung vielfach kritisiert worden ist:
die Verkehrsbelastung der Wohnstraßen ist heute schon grenzwertig und wird weiter zunehmen; Parkraum ist heute schon mehr als knapp, das wird nicht besser werden durch die weitere Bebauung. Die ÖPNV-Anbindung des Stadtteils ist derart, dass ein freiwilliger Verzicht auf die Autonutzung nicht möglich ist.
Zudem steht die Befürchtung im Raum, dass das erhöhte Verkehrsaufkommen zu den neuen Baufeldern ausschließlich über die Straßen Zum Bellerhammer und Danziger Straße abgewickelt werden soll.
In den Erläuterungen zum Flächennutzungsplan wurde zwar noch formuliert, man wolle die
?Entwicklung eines dezentralen Verkehrsstraßennetzes, das nicht durch die Wohnbauflächen hindurchführt, sondern alle Wohnbauflächen vom Rande her erschließt, so dass Beeinträchtigungen der Wohnbauflächen durch Verkehrslärm und Abgase auf ein Minimum herabgesetzt werden und die Wohngebiete selbst nur vom Individualverkehr berührt werden, der in diesen Flächen Quelle und Ziel hat.?Die aktuelle Verkehrsführung widerspricht dieser Planungsvorgabe und eine Änderung ist nicht absehbar. Folgeprobleme, wie sie in der Bürgerversammlung vielfältig angesprochen wurden, werden einfach negiert.
Die bisherige Planung auf Grube Carl ist so angelegt, dass der Autoverkehr die Wohnstraßen vermehrt belastet und der Bau des verlängerten Freiheitsringes ab einer gewissen Anzahl an Fahrzeugbewegungen zum Sachzwang wird. Der Bau des verlängerten Freiheitsringes ist aber politisch äußerst umstritten, und es ist zu vermuten, dass er vermehrt Durchgangsverkehr anziehen würde.
Um verstehen zu können, woran es im Stadtteil bei der Verkehrsführung hakt und warum diese grundsätzlich überplant werden sollte, zunächst ein Blick auf das aktuelle und zu erwartende Verkehrsaufkommen. Dazu hatte die Stadt im Jahre 2011 eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben.
Bei der Betrachtung der einzelnen Szenarien in diesem Gutachten wird sichtbar, dass die Autos nur via Danziger Straße und der Straße Zum Bellerhammer die einzige Zufahrtsstraße ?Zur Grube Carl? erreichen können. In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass beide Straßen statt bisher 1.700 bzw. 1.300 zukünftig bis zu 3.400 resp. 4.300 Fahrbewegungen pro Tag verkraften sollen.
?Wird das Gebiet Grube Carl nur über eine Erschließungsstraße angebunden, wird ein Mehrverkehr von rund 6.000 Fahrten am Tag zu erwarten sein.? (1)Ebenso wird in dem Gutachten ausgeführt, dass der Kreisverkehr Dürener Straße / Grube Carl seine Kapazitätsgrenze erst erreichen wird, wenn die Planzellen 9 und 10 bebaut sind. (Planfall 3 des Gutachtens). ?
? In den Fällen mit der einzigen Erschließung über die Straße Zur Grube Carl wir die Dürener Straße im Abschnitt zwischen Zur Grube Carl und dem neuen Knoten Neuer Weg mit bis zu 22.300 Kfz DTV (vergl. P3.2) belastet. Damit wird die Auslastungsgrenze einer zweispurigen Straße, die bei rund 23.000 Kfz / DTV anzusiedeln ist, fast erreicht.??Das heißt, der neue Knotenpunkt Dürener Straße / Zur Grube Carl wäre in der Lage, den gesamten zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, ohne dass der verlängerte Freiheitsring gebaut werden müsste.
Mit einer wesentlichen Einschränkung allerdings: Wenn dieser zusätzliche Verkehr, wie bisher geplant, ausschließlich durch die bestehenden Wohnstraßen fließen soll, dann wird das Verkehrschaos im Stadtteil bald die Argumente dafür liefern, den verlängerten Freiheitsring unausweichlich erscheinen zu lassen, denn die Abbindung der Rosmarstraße steht ja auch noch im Raum.
Die Wohnqualität der Anwohner/innen spielt in dem Gutachten keine Rolle, ebenso wenig in der Debatte bezüglich der Weiterentwicklung des Stadtteils. Das zentrales Kriterium scheint einzig die Aufnahmefähigkeit der Straßen an Fahrzeugen. Wie der Verkehr innerhalb des Stadtteils fließt, bzw. nicht fließt wurde nicht reflektiert.
So weit, so schlecht ? vor 3 Jahren hat die BI Grube Carl deshalb die Idee entwickelt, dass der Stadtteil ein neues Verkehrskonzept benötigt. Inzwischen ist deutlich erkennbar, dass dies im Rahmen der aktuellen Planung kaum möglich erscheint. Der Vertreter der BI hat aus diesem Grunde auch vor wenigen Wochen seine Rücktritt aus dem Planungsbeirat erklärt.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, dass die Planung des Wohngebiets grundsätzlich überdacht werden muss, da die zur Jahrtausendwende aufgestellten Prämissen der Stadtteilplanung, beispielhaft erwähnt sei nur die Idee, auf Grube Carl solle ein ?Stadtteil der kurzen Wege? entstehen, alle nicht mehr gelten.
Daneben gibt es aber auch ein weiteres Set an Gründen aus den Bereichen Klimaschutz und Ökologie weswegen über eine veränderte Planung nachgedacht werden muss.
So kommt eine städtebauliche Konzeptplanung aus dem Jahre 1997 im Kapitel Freiraum- und Grünstruktur zu dem Ergebnis, dass
? für die Kaltluftbildung und den Kaltluftabfluss den Flächen im Hangbereich des Ville ? Osthanges ein hoher Stellenwert zukommt.?
?Besondere Bedeutung für das Landschaftsbild und die Erholung haben die prägenden Gehölzbestände und das in Teilen ausgeprägte Relief. Umgebende Wälder, Halden, Rosmarpark und die nord-westlich anschließenden Freiräume haben wegen ihrer Unzerschnittenheit von Straßen und der deshalb fehlenden Lärmbelästigung bei gleichzeitiger hochwertiger Landschaftsausstattung einen hohen Wert für die Erholung und ggf. als Wohnumfeld.?(2)Der Erhalt der Grünzone im Bereich des Ville-Osthanges erscheint aus ökologischen und klimatischen Gesichtspunkten als besonders wichtig, denn er
?trägt zur Belüftung der unterhalb liegenden, stärker von Luftschadstoffen belasteten Stadtteile bei.?Mit anderen Worten: ohne die Frischluftzufuhr von der Villehöhe herab, wird sich die Luftqualität in der Frechener Innenstadt verschlechtern. (Dazu aktuell in der Süddeutschen) Dieses Problem betrifft nun weniger die BewohnerInnen des neuen Stadtteils, dieses Problem trifft die Frechener Kernstadt.
Eine Teilantwort auf diese verschiedenen Problemlagen hat die BI Grube Carl vor 2 Jahren entwickelt, woraus dann die konkrete Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? hervorging.
Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? reagiert auf verschiedene Problemlagen:
1. Die Frechener Kernstadt verfügt nur über wenige naturnahe Erholungsräume. Diese liegen alle am westlichen Rand der Kernstadt: der Rosmarpark und der Grünzug zwischen der alten Wohnbebauung und den Gewerbeflächen der Quarzsandgrube.
2. Wird ein Teil der ursprünglich für die Bebauung vorgesehenen Fläche eine Parkfläche umgewandelt, so reduziert sich damit automatisch die Verkehrsbelastung, ebenso wird die bestehende Infrastruktur (Schulen / Kinderbetreuung) entlastet.
3. Die landschaftlich schönsten Flächen sind die Ville-Hanglagen, die bei guten Wetterbedingungen einen Blick weit ins Bergische und ins Siebengebirge erlauben. Diese Hanglagen sollen bebaut werden. Das hat aber negative Folgen für die die Luftqualität in der Innenstadt, denn bei den vorherrschenden Westwinden wird die Bebauung der Hanglagen zu einer Verschlechterung der Belüftung der Innenstadt führen.
4. Eine Bebauung dieser Flächen wird eine der landschaftlich schönsten städtischen Erholungsflächen im Nahbereich der Frechener Kernstadt zerstören.
5. Der Rosmarpark ist ein kleiner, überschaubarer Park. Er scheint jedoch zu klein, um als innerstädtische Naherholungsfläche breit akzeptiert zu werden. Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? nimmt diese doch begrenzte Akzeptanz des bestehenden Parks auf, indem die Parkfläche nach Norden hin auf der anderen Seite der Rosmarstraße erweitert werden soll. Ein größerer Park bietet einen deutlich höheren Erholungswert. Die Frechener Bevölkerung wird den vergrößerten und dann hoffentlich gepflegten Park sicherlich gerne annehmen.
6. Grundsätzlich ist die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? räumlich ausbaufähig:
a. Nach Norden: möglich ist der Ausbau eines Grüngürtels entlang der Villehöhe (parallel zu den industriell genutzten Flächen der Quarzwerke) und oberhalb Buschbells. Wird die A4 gequert, so ergäbe sich ein geschlossener Erholungsraum von Königsdorf bis Benzelrath.
b. Nach Südwesten: In diese Richtung ist über die geschützten Flächen zwischen Sandstraße und Dürener Straße eine Erweiterung bis zum Kreisverkehr Dürener Straße / Grube Carl denkbar. Ab dem Kreisverkehr ist der Zugang in die Renaturierungsflächen und damit konzeptionell bis ins Marienfeld vorstellbar.
Die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? wurde 2013/2014 an die grüne Stadtratsfraktion herangetragen und im Rahmen einer Ortsbegehung vorgeführt. Ursprünglich sollte ?EIN PARK FÜR FRECHEN? Teil des grünen Kommunalwahlprogramms werden. In den innerparteilichen Diskussionen wurde der konkrete Vorschlag dann ins Allgemeine verschoben:
"Der Stadtteil Grube Carl ist nur ein Beispiel für diese planlose Siedlungspolitik, bei der von Seiten der Stadt und der Investoren viel versprochen und wenig gehalten wurde.Von den drei damals an der Ortsbegehung Beteiligten hat einer, H.-P. Schumacher, die Grünen noch vor den Kommunalwahlen im Streit verlassen. Er hospitiert jetzt bei der FDP-Fraktion. Ein weiterer, J.Weidemann, hat sich im Widerstand gegen die Jamaika-Koalition verschlissen. Er hat die Fraktion zusammen mit S.Neumann verlassen. Beide haben sich der SPD-Fraktion angeschlossen.
Wir Grünen stehen für eine Stadtentwicklung, die auf attraktive Zentren und Wohngebiete setzt und einer flächenzerstörenden Siedlungspolitik den Riegel vorschiebt. Baulücken sollen geschlossen werden. Wir wollen mehr Leben in der Innenstadt und den Zentren der einzelnen Stadtteile und daher dort das Wohnen und eine mittelständische Einzelhandelsstruktur fördern."
Vor diesem Hintergrund und den bisherigen Erfahrungen mit der lokalen schwarz-grünen Politik ist klar, dass die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? bei den Grünen keine weitere Rolle mehr spielt. Jamaika hat bisher auch nicht erkennen lassen, dass an den Plänen für Grube Carl auch nur ein Jota verändert werden soll.
Im Rahmen des laufenden Bürgermeisterwahlkampfs war von einigen engagierten Sozialdemokraten versucht worden, den BM-Kandidaten der SPD Ferdi Huck für die Idee ?EIN PARK FÜR FRECHEN? zu begeistern. Doch F. Huck wünscht keine Änderung an den bisherigen Plänen für die Grube Carl. Ferdi Huck bleibt Bob der Baumeister.
Aber wer weiß, möglicherweise macht die Idee ja andernorts noch ihren Weg und findet Eingang in eine Neukonzeptionierung des Ausbaus des Stadtteils Grube Carl. Vielleicht fühlen sich unsere BürgermeisterkandidatInnen ja doch noch aufgerufen, sich zum ?EIN PARK FÜR FRECHEN? zu äußern. Wer auf Grube Carl zur Bürgermeisterin / zum Bürgermeister gewählt werden will, der- oder diejenige sollte mit konkreten Vorschlägen zu den bestehenden und zu erwartenden Problemen hervortreten.
Aussitzen und Totschweigen ist keine Option!
(2) Städtebauliche Konzeption Frechen Benzelrath, Schaller Architekten BDA Köln 27.02.1997.
(1) Fortschreibung Verkehrsuntersuchung Frechen Grube Carl Juli 2011.
Thema: Grube Carl
20. Februar 15 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Als man in den 90er Jahren beschloss, mittelfristig die Grube Carl zu einem neuen Stadtteil zu entwickeln, da galt der Bau einer Grundschule im neuen Stadtteil als eine unumstößliche Tatsache.
Es war nicht vorstellbar, dass die kleine Lindenschule im Oberdorf in der Lage sein sollte, ausreichenden Klassenraum für die vielen Kinder der Neubürger zur Verfügung zu stellen.
Die Stadt plante mit der Schließung der „alten“ Lindenschule und einem Neubau auf Grube Carl. Dafür wurde in den frühesten Planungen ein zentraler Standort, mitten im Stadtteil fixiert (Feld 86.8: gegenüber der Danziger Straße)
Im Jahre 2007 wurde dieser Standort im Einvernehmen mit allen Beteiligten zugunsten des Standorts an der Philipp-Faßbender-Straße (86.4) aufgegeben. Die Grundschule wanderte an den östlichen Rand des neuen Stadtteils. Für dieses Grundstück gibt es einen Flächennutzungsplan, der das Grundstück für einen Schulbau reserviert. Dieses Grundstück ist jedoch nur in Teilen im städtischen Besitz.
Im Wahlkampf 2009 versprach der CDU-Bürgermeister schriftlich eine Grundschule auf Grube Carl bis zum Schuljahr 2012/13 im Feld 86.8, also in einem Bereich, der von der Stadt nur eineinhalb Jahre zuvor als Schulstandort aufgeben worden war. Der Bürgermeister versprach den Bewohnern des Stadtteils also eine Grundschule auf einem dafür nicht mehr vorgesehenen und nicht erschlossenen Grundstück ohne entsprechendes Planungsrecht innerhalb von 4 Jahren!
2010 dann entschied der Stadtrat, auf Empfehlung der Stadtverwaltung, das Grundstück an der Philipp-Faßbender-Straße umzuwidmen. Zukünftig sollen hier Wohnungen entstehen und die Grundschule, so erklärte die Verwaltung, solle zurück auf das frühere Grundstück (86,8).
Soweit so schlecht, denn zwischen 2007 und 2012 sind städtischerseits keinerlei Maßnahmen ergriffen worden, um eines der beiden Grundstücke baureif zu machen.
Im April 2012 dann wurde öffentlich, was man sich hätte denken können, nachdem ohne ersichtliche Gründe der Grundschulstandort von links nach rechts und wieder zurück geschoben wurde: der Grundschulstandort auf Grube Carl wurde endgültig aufgegeben, stattdessen sollte die Lindenschule saniert werden.
Die BI Grube Carl hat seit Jahren darauf hingewiesen, dass die Schulplanungen unter keinen Umständen aufgehen können. Die ehrgeizigen Ausbaupläne auf Grube Carl lassen erwarten, dass eine Lindenschule, egal ob 2,5-zügig oder 3-zügig, niemals ausreichen kann, um die Kinder der Neubürger ausreichend mit Grundschulplätzen zu versorgen.
Nun, im Rahmen des jetzt vorgestellten Schulentwicklungsplans erfolgt die Quittung für diese unselige Planungsgeschichte. Der Gutachter hat in aller Offenheit erklärt, dass die Lindenschule auch ohne den Ausbau der Grube Carl dreizügig ausgebaut werden müsse.
Aber noch viel gravierender, der Gutachter formuliert es höflich zurückhaltend:
Die Schlussfolgerungen sind eindeutig:
Die Bedenken der BI Grube Carl bezüglich der Grundschulsituation im Stadtteil wurden durch den Gutachter vollumfänglich bestätigt.
Er geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt einen Baustopp, bis sich der aktuelle Druck auf die Grundschulen reduziert – womit er ab 2025 rechnet.
Man kann also recht eindeutig formulieren: der Beschluss im Stadtteil Grube Carl keine Grundschule zu bauen fällt den Verantwortlichen jetzt auf die Füße, denn der Schulgutachter rät von einem Ausbau des Stadtteils ohne ausreichenden Grundschulplatz ausdrücklich ab.
Die BewohnerInnen der Grube Carl werden gespannt auf die hoffentlich klaren Worte der BürgermeisterkandidatInnen zu diesem Thema warten.
Es war nicht vorstellbar, dass die kleine Lindenschule im Oberdorf in der Lage sein sollte, ausreichenden Klassenraum für die vielen Kinder der Neubürger zur Verfügung zu stellen.
Die Stadt plante mit der Schließung der „alten“ Lindenschule und einem Neubau auf Grube Carl. Dafür wurde in den frühesten Planungen ein zentraler Standort, mitten im Stadtteil fixiert (Feld 86.8: gegenüber der Danziger Straße)
Im Jahre 2007 wurde dieser Standort im Einvernehmen mit allen Beteiligten zugunsten des Standorts an der Philipp-Faßbender-Straße (86.4) aufgegeben. Die Grundschule wanderte an den östlichen Rand des neuen Stadtteils. Für dieses Grundstück gibt es einen Flächennutzungsplan, der das Grundstück für einen Schulbau reserviert. Dieses Grundstück ist jedoch nur in Teilen im städtischen Besitz.
Im Wahlkampf 2009 versprach der CDU-Bürgermeister schriftlich eine Grundschule auf Grube Carl bis zum Schuljahr 2012/13 im Feld 86.8, also in einem Bereich, der von der Stadt nur eineinhalb Jahre zuvor als Schulstandort aufgeben worden war. Der Bürgermeister versprach den Bewohnern des Stadtteils also eine Grundschule auf einem dafür nicht mehr vorgesehenen und nicht erschlossenen Grundstück ohne entsprechendes Planungsrecht innerhalb von 4 Jahren!
2010 dann entschied der Stadtrat, auf Empfehlung der Stadtverwaltung, das Grundstück an der Philipp-Faßbender-Straße umzuwidmen. Zukünftig sollen hier Wohnungen entstehen und die Grundschule, so erklärte die Verwaltung, solle zurück auf das frühere Grundstück (86,8).
Soweit so schlecht, denn zwischen 2007 und 2012 sind städtischerseits keinerlei Maßnahmen ergriffen worden, um eines der beiden Grundstücke baureif zu machen.
Im April 2012 dann wurde öffentlich, was man sich hätte denken können, nachdem ohne ersichtliche Gründe der Grundschulstandort von links nach rechts und wieder zurück geschoben wurde: der Grundschulstandort auf Grube Carl wurde endgültig aufgegeben, stattdessen sollte die Lindenschule saniert werden.
Die BI Grube Carl hat seit Jahren darauf hingewiesen, dass die Schulplanungen unter keinen Umständen aufgehen können. Die ehrgeizigen Ausbaupläne auf Grube Carl lassen erwarten, dass eine Lindenschule, egal ob 2,5-zügig oder 3-zügig, niemals ausreichen kann, um die Kinder der Neubürger ausreichend mit Grundschulplätzen zu versorgen.
Nun, im Rahmen des jetzt vorgestellten Schulentwicklungsplans erfolgt die Quittung für diese unselige Planungsgeschichte. Der Gutachter hat in aller Offenheit erklärt, dass die Lindenschule auch ohne den Ausbau der Grube Carl dreizügig ausgebaut werden müsse.
Aber noch viel gravierender, der Gutachter formuliert es höflich zurückhaltend:
Die Entwicklung der Stadt Frechen ist demnach weiter überaus dynamisch zu sehen – und vielleicht auch viel dynamischer, als dies die Schulen mit den Erwartungen an die notwendigen Klassenzahlen, an die Betreuung und den Ganztag und an die Inklusion umsetzen können.In seinem mündlichen Vortrag in der letzten Schulausschusssitzung wurde der Gutachter in dieser Hinsicht jedoch sehr deutlich. Er erklärte in aller Offenheit, dass die Frechener Schulen nicht in der Lage sind, alle die Kinder zu versorgen, mit denen zu rechnen ist, wenn die Stadt an ihrer bisherigen Ausbauplanungen festhalte. Die Stadt habe nur zwei Möglichkeiten: massiver und beschleunigter Ausbau der Schulen, beginnend bei den Grundschulen und mit zeitlichen Versatz dann auch bei den weiterführenden Schulen als Voraussetzung für weitere Wohnbebauung, oder aber so seine Worte: die Bagger müssen angehalten werden.
Die Schlussfolgerungen sind eindeutig:
Die Bedenken der BI Grube Carl bezüglich der Grundschulsituation im Stadtteil wurden durch den Gutachter vollumfänglich bestätigt.
Er geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt einen Baustopp, bis sich der aktuelle Druck auf die Grundschulen reduziert – womit er ab 2025 rechnet.
Man kann also recht eindeutig formulieren: der Beschluss im Stadtteil Grube Carl keine Grundschule zu bauen fällt den Verantwortlichen jetzt auf die Füße, denn der Schulgutachter rät von einem Ausbau des Stadtteils ohne ausreichenden Grundschulplatz ausdrücklich ab.
Die BewohnerInnen der Grube Carl werden gespannt auf die hoffentlich klaren Worte der BürgermeisterkandidatInnen zu diesem Thema warten.
Thema: Grube Carl
11. Februar 15 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Der neue Schulentwicklungsplan liegt vor.
Ein Schulentwicklungsplan hat unter anderem die Aufgabe, die schulische Entwicklung der kommenden 5 Jahre zu prognostizieren.
Das ist überschaubar, wen man davon ausgeht, dass sich nichts in und um Frechen verändert, es alles so bleibt wie es ist. Insbesondere im Grundschulbereich sind die Probleme einer Prognose dann überschaubar. Da nimmt man die alten Grundschulbezirke und schaut im Melderegister, wie viele Kinder jeden Jahrgangs hier leben. Darauf aufbauend kann man dann recht genau berechnen, mit wievielen Kindern jede Schule in den kommenden Jahren zu rechnen hat.
Schauen wir also auf die Prognosen für die Lindenschule, die da für die kommenden Schuljahre lauten:
2015 stehen im Grundschulbezirk Lindenschule 72 Kinder zur Einschulung an. Wenn die Lindenschule drei Züge anbieten kann, so stehen 69 Schulplätze zur Verfügung. Das sollte also ausgehen. 2016 jedoch stehen 99 Kinder zur Einschulung an. Die Lindenschule kann dann aber nur 2 neue Klassen anbieten, womit von den 99 Kindern nur 46 an der Lindenschule unterkommen können. Die Prognosen sagen, dass auch an der Burgschule 12 Kinder mehr angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen. Die Ringschule wird laut Prognosen in diesem Jahr auch keine zusätzlichen Kinder aufnehmen können und in Grefrath stehen bestenfalls 5 Plätze zur Verfügung. Im Dreieck Lindenschule, Burgschule, GGS Grefrath werden laut Prognose rund 60 Plätze zu wenig angeboten werden.
Ein Jahr später (2017) fehlen an der Lindenschule 42 Plätze und an der Burgschule 11 Plätze. Dafür könnte es sein, dass in Grefrath 10 Schulplätze zur Verfügung stehen werden.
2018 und 2019 entspannt sich die Situation an der Lindenschule, da dann wieder drei Eingangsklassen gebildet werden können. Das sollte reichen. An der Burgschule könnte es dagegen 2019 nochmals sehr eng werden, da hier 21 Plätze zu wenige zur Verfügung stehen sollen.
Nun ist das so ein Problem mit den Prognosen, denn der Gutachter verfährt bei den Prognosen in einer Status-quo-Alternative. Das bedeutet, dass Effekte von Neubaugebieten in den Prognosen nicht enthalten sind. Zwar führt der Gutachter in seinen Statistiken die Anzahl der in den kommenden Jahren geplanten neuen Wohneinheiten mit, jedoch beruhen seine Einschulungszahlen alleine auf dem Melderegister.
Man könnte also sagen, wehe wenn sie kommen, die neuen Wohneinheiten mit ihren jungen Familien und den Kindern.
Im Bereich der des Grundschulbezirks Lindenschule plant die Stadt mit weiterer Wohnbebauung. 2015 sind 15 Wohneinheiten geplant, 2016: 19 WE, 2017: 20 WE, 2018: 6 WE, 2019: 40 WE, 2020: 90 WE und 2021 dann 70 WE. In den Jahren 2019 bis 2021 sind bereits die ersten Baumaßnahmen der Erweiterung von Grube Carl mit insgesamt 150 WE enthalten. In den Jahren nach 2021 sollen auf Grube Carl weitere 750 WE entstehen.
Je nach Familienkonstellation werden in den bis 2021 im Grundschulbezirk Lindenschule geplanten 245 Wohneinheiten schon die ersten Kinder das Einschulungsalter erreicht haben und die Jahrgangskohorte verstärken.
Also ganz einfach formuliert:
Noch mehr Kinder für zu wenige Plätze an der Lindenschule.
Es ist vor diesem Hintergrund sicherlich nicht übermäßig gewagt, zu behaupten, dass die Neubauplanung der Lindenschule am alten Standort mit 2,5 Zügen (mit einer Erweiterungsoption auf maximal 3 Züge) den Bedarf des Grundschulbezirks nicht fassen wird. Auch die Idee, dass im Grundschulbezirk der Lindenschule ?überzählige? Kinder an eine der benachbarten Schulen verwiesen werden, geht schon die kommenden fünf Jahre nicht wirklich auf ? und das ohne dass Neubaumaßnahmen und der damit einhergehende Zuzug von jungen Familien mit Bedarf an Schulplätzen einkalkuliert worden wäre.
Wie schreibt der Gutachter über die hier angesprochenen Schulen:
Wie sollen die Grundschulen im Frechener Westen die ambitionierten Ausbauplanungen von Grube Carl auffangen, wenn es bereits ohne diesen Ausbau es an allen Ecken und Kanten kneift?
Ein Schulentwicklungsplan hat unter anderem die Aufgabe, die schulische Entwicklung der kommenden 5 Jahre zu prognostizieren.
Das ist überschaubar, wen man davon ausgeht, dass sich nichts in und um Frechen verändert, es alles so bleibt wie es ist. Insbesondere im Grundschulbereich sind die Probleme einer Prognose dann überschaubar. Da nimmt man die alten Grundschulbezirke und schaut im Melderegister, wie viele Kinder jeden Jahrgangs hier leben. Darauf aufbauend kann man dann recht genau berechnen, mit wievielen Kindern jede Schule in den kommenden Jahren zu rechnen hat.
Schauen wir also auf die Prognosen für die Lindenschule, die da für die kommenden Schuljahre lauten:
2015 stehen im Grundschulbezirk Lindenschule 72 Kinder zur Einschulung an. Wenn die Lindenschule drei Züge anbieten kann, so stehen 69 Schulplätze zur Verfügung. Das sollte also ausgehen. 2016 jedoch stehen 99 Kinder zur Einschulung an. Die Lindenschule kann dann aber nur 2 neue Klassen anbieten, womit von den 99 Kindern nur 46 an der Lindenschule unterkommen können. Die Prognosen sagen, dass auch an der Burgschule 12 Kinder mehr angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen. Die Ringschule wird laut Prognosen in diesem Jahr auch keine zusätzlichen Kinder aufnehmen können und in Grefrath stehen bestenfalls 5 Plätze zur Verfügung. Im Dreieck Lindenschule, Burgschule, GGS Grefrath werden laut Prognose rund 60 Plätze zu wenig angeboten werden.
Ein Jahr später (2017) fehlen an der Lindenschule 42 Plätze und an der Burgschule 11 Plätze. Dafür könnte es sein, dass in Grefrath 10 Schulplätze zur Verfügung stehen werden.
2018 und 2019 entspannt sich die Situation an der Lindenschule, da dann wieder drei Eingangsklassen gebildet werden können. Das sollte reichen. An der Burgschule könnte es dagegen 2019 nochmals sehr eng werden, da hier 21 Plätze zu wenige zur Verfügung stehen sollen.
Nun ist das so ein Problem mit den Prognosen, denn der Gutachter verfährt bei den Prognosen in einer Status-quo-Alternative. Das bedeutet, dass Effekte von Neubaugebieten in den Prognosen nicht enthalten sind. Zwar führt der Gutachter in seinen Statistiken die Anzahl der in den kommenden Jahren geplanten neuen Wohneinheiten mit, jedoch beruhen seine Einschulungszahlen alleine auf dem Melderegister.
Man könnte also sagen, wehe wenn sie kommen, die neuen Wohneinheiten mit ihren jungen Familien und den Kindern.
Im Bereich der des Grundschulbezirks Lindenschule plant die Stadt mit weiterer Wohnbebauung. 2015 sind 15 Wohneinheiten geplant, 2016: 19 WE, 2017: 20 WE, 2018: 6 WE, 2019: 40 WE, 2020: 90 WE und 2021 dann 70 WE. In den Jahren 2019 bis 2021 sind bereits die ersten Baumaßnahmen der Erweiterung von Grube Carl mit insgesamt 150 WE enthalten. In den Jahren nach 2021 sollen auf Grube Carl weitere 750 WE entstehen.
Je nach Familienkonstellation werden in den bis 2021 im Grundschulbezirk Lindenschule geplanten 245 Wohneinheiten schon die ersten Kinder das Einschulungsalter erreicht haben und die Jahrgangskohorte verstärken.
Also ganz einfach formuliert:
Noch mehr Kinder für zu wenige Plätze an der Lindenschule.
Es ist vor diesem Hintergrund sicherlich nicht übermäßig gewagt, zu behaupten, dass die Neubauplanung der Lindenschule am alten Standort mit 2,5 Zügen (mit einer Erweiterungsoption auf maximal 3 Züge) den Bedarf des Grundschulbezirks nicht fassen wird. Auch die Idee, dass im Grundschulbezirk der Lindenschule ?überzählige? Kinder an eine der benachbarten Schulen verwiesen werden, geht schon die kommenden fünf Jahre nicht wirklich auf ? und das ohne dass Neubaumaßnahmen und der damit einhergehende Zuzug von jungen Familien mit Bedarf an Schulplätzen einkalkuliert worden wäre.
Wie schreibt der Gutachter über die hier angesprochenen Schulen:
?Damit füllen sich diese Schulen (Burgschule / Lindenschule) immer stärker aus dem eigenen Wohnumfeld bzw. können Nachbarschulen kaum Anmeldedruck abfangen (?) Auch bei der Grundschule Grefrath war die Möglichkeit, Schüler aus anderen Wohnumfeldern aufzunehmen, begrenzt ? und wird es in den nächsten Jahren (die Neubauentwicklungen sind nicht mit einbezogen) auch bleiben.
Die Aufnahmesteuerung zwischen den Grundschulen mit Blick auf die Entlastung von räumlich überlasteten Standorten wird in den nächsten Jahren immer schwieriger werden und dies vor allem in der Innenstadt!
Wie sollen die Grundschulen im Frechener Westen die ambitionierten Ausbauplanungen von Grube Carl auffangen, wenn es bereits ohne diesen Ausbau es an allen Ecken und Kanten kneift?
Thema: Grube Carl
22. August 14 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Es gibt Spielplätze und es gibt Spielplätze in Frechen.
Und es gibt den hier:

Dieser Platz, der korrekterweise nur als Wüstenei bezeichnet werden sollte, soll wohl so etwas wie einen Spielplatz darstellen. Man hat da ein bisschen Geräte hingestellt, womit der Anschein eines Spielplatzes erweckt werden könnte.
Um aber die Erwartungshaltung aller AnwohnerInnen nicht ausufern zu lassen, wurde auf eine Platzpflege schon länger verzichtet.
Und wenn dann noch, wie auf dem Foto ersichtlich, die Sonne scheint, dann freut man sich am hier gepflanzten Kugelahorn. Ist klein, wirft kaum Schatten, erfüllt aber unter ästhetischen Gesichtspunkten den Ansatz des ansonsten auch gepflegten Minimalismus.

Eben diesem Minimalismus folgt auch das Sitzkonzept. Es gibt keine Sitzgelegenheiten.
Wo kein vernünftiges Spielzeug, da braucht es auch keine Sitzgelegenheiten und auch keinen Schatten. Und eine regelmäßige Pflege erübrigt sich auch.
Das passt schon, denn es handelt sich um einen Konzeptspielplatz: den minimalistischen Spielplatz, nutzlos aber ästhetisch wertvoll.
Oder so.
Und es gibt den hier:

Dieser Platz, der korrekterweise nur als Wüstenei bezeichnet werden sollte, soll wohl so etwas wie einen Spielplatz darstellen. Man hat da ein bisschen Geräte hingestellt, womit der Anschein eines Spielplatzes erweckt werden könnte.
Um aber die Erwartungshaltung aller AnwohnerInnen nicht ausufern zu lassen, wurde auf eine Platzpflege schon länger verzichtet.
Und wenn dann noch, wie auf dem Foto ersichtlich, die Sonne scheint, dann freut man sich am hier gepflanzten Kugelahorn. Ist klein, wirft kaum Schatten, erfüllt aber unter ästhetischen Gesichtspunkten den Ansatz des ansonsten auch gepflegten Minimalismus.

Eben diesem Minimalismus folgt auch das Sitzkonzept. Es gibt keine Sitzgelegenheiten.
Wo kein vernünftiges Spielzeug, da braucht es auch keine Sitzgelegenheiten und auch keinen Schatten. Und eine regelmäßige Pflege erübrigt sich auch.
Das passt schon, denn es handelt sich um einen Konzeptspielplatz: den minimalistischen Spielplatz, nutzlos aber ästhetisch wertvoll.
Oder so.
Thema: Grube Carl
16. Juni 14 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Am 11.06.2014 stellte der Planungsbeirat die Ergebnisse seiner Arbeit der vergangenen beiden Jahre vor.
Es geht um die bauliche Entwicklung der Planzellen 5 und 6 – also der Baufelder links und rechts der Philip-Fassbender-Straße.

Wie die Kölner Rundschau richtig bemerkt wurde von den StadtteilbewohnerInnen scharfe Kritik geübt:
Man mag zum Freiheitsring stehen wie man mag, und ob er die Lösung der Verkehrsprobleme darstellt, kann heute noch keiner wirklich sagen. Klar ist auf alle Fälle, dass die Verlängerung des Freiheitsrings erst möglich ist, wenn der Ausbau der Grube Carl in den letzten Zügen liegt, also irgendwann, wenn die Baugebiete 9 oder 10 erschlossen werden. Was noch viele Jahre dauern wird.
Daraus ergeben sich Folgen, die da lauten: der Stadtteilverkehr wird nur über die Straße Grube Carl und die Rosmarstraße in den Stadtteil hineinfahren können. Und mit dem heutigen Wissen kann man bereits jetzt sagen, dass das Verkehrsaufkommen auf diesen Straßen höher ausfallen wird, als in den Verkehrsprognosen beschrieben. Auf der Straße „Zum Bellerhammer“ dürften laut Verkehrsprognose aktuell bestenfalls 1.500 Autos täglich fahren, es sind aber laut letzter Zählung fast 2.000 Fahrzeuge.
Jeder weitere Ausbau wird das Verkehrsaufkommen auf den betreffenden Straßen deutlich erhöhen.
Die größten Probleme werden sich dabei auf der Straße „Zum Bellerhammer“ ergeben, denn dieser ist der Flaschenhals zwischen zwei Straßen, deren Profil dem Anspruch einer Haupterschließungsstraße entspricht:
Die Straße „Grube Carl“, demnächst durchgehend mit absolutem Halteverbot belegt, ist breit genug, um mehrere tausend Fahrzeugbewegungen problemlos aufnehmen zu können. Die neu zu bauende Philip-Faßbender-Straße wird als 17,5 Meter breite Allee mit Fahrradstreifen, Fußweg und abgetrenntem Parkstreifen angelegt. Zwei Straßen mit einem Profil, das der ihr zugewiesenen Funktion der Haupterschließung entspricht.

Und dazwischen die Straße "Zum Bellerhammer", die die Rosmarstraße und die Philip-Faßbenderstraße mit der Straße Grube Carl verbindet.
Der Bellerhammer jedoch deutlich schmaler, ohne Fahrradstreifen, auf der südlichen Straßenseite wird auf der Straße geparkt, vielfach durch Baumscheiben verengt. Es handelt sich um eine Straße, die in weiten Bereichen nur einspurig befahrbar ist. Das Profil entspricht dem Profil einer Wohnstraße nicht aber dem einer Erschließungsstraße.

Die Einspurigkeit, die Verschwenkungen durch parkende Autos und Baumscheiben haben denn auch bereits mehrfach zu Unfällen mit Bussen geführt.
Und durch diese Straße soll der gesamte Zufahrtsverkehr geführt werden?
Anscheinend, denn immer wenn das Publikum der obigen Veranstaltung auf den Flaschenhals „Zum Bellerhammer“ zu sprechen kam, lenkten die VertreterInnen der Verwaltung ab.
Wer aber über den Bellerhammer nicht reden will sollte auch von weiteren Baufeldern schweigen.
Die BI Grube Carl hat deshalb an verschiedenen Stellen vorgeschlagen, eine neue Erschließungsstraße für die hinteren Baufelder zu bauen und dafür andernorts auf Grube Carl die wegfallenden Ausgleichsflächen zu schaffen.

Mit dieser Verkehrsführung würde mit Sicherheit der stadtteilinterne Verkehr auf verschiedene Straßen verteilt und die weiteren Baufelder erhielten eine zentrale Erschließungsachse. Die verkehrlichen Belastungen würden gleichmäßiger verteilt.
Ob ein solcher Vorschlag eine tragfähige Lösung darstellt – keiner kann es sagen, denn diese Option wurde bisher an keiner Stelle ausreichend diskutiert und überprüft. Man ist in dieser Stadt auf die Verlängerung des Freiheitsringes fokussiert. In der Folge müssen Alternativvorschläge bereits vor einer Prüfung verworfen werden: offensichtlich handelt es sich um Denkblockaden.
Der Rundschau ist daher zuzustimmen, wenn sie schreibt:
Es geht um die bauliche Entwicklung der Planzellen 5 und 6 – also der Baufelder links und rechts der Philip-Fassbender-Straße.

Wie die Kölner Rundschau richtig bemerkt wurde von den StadtteilbewohnerInnen scharfe Kritik geübt:
Stattdessen tritt der Frust zutage, den vor allem das Ausbleiben der früher versprochenen Verlängerungen des Freiheitsrings und der Linie 7 in den Stadtteil hinterlassen hat. Verstärkt wird die Wut durch die Verkehrsprobleme, auch wenn sie mancher als „subjektive Empfindung“ abtut.Wobei es sich um sich massiv verschärfende Verkehrsprobleme handeln dürfte, sollte auf Grube Carl weitergebaut werden.
Man mag zum Freiheitsring stehen wie man mag, und ob er die Lösung der Verkehrsprobleme darstellt, kann heute noch keiner wirklich sagen. Klar ist auf alle Fälle, dass die Verlängerung des Freiheitsrings erst möglich ist, wenn der Ausbau der Grube Carl in den letzten Zügen liegt, also irgendwann, wenn die Baugebiete 9 oder 10 erschlossen werden. Was noch viele Jahre dauern wird.
Daraus ergeben sich Folgen, die da lauten: der Stadtteilverkehr wird nur über die Straße Grube Carl und die Rosmarstraße in den Stadtteil hineinfahren können. Und mit dem heutigen Wissen kann man bereits jetzt sagen, dass das Verkehrsaufkommen auf diesen Straßen höher ausfallen wird, als in den Verkehrsprognosen beschrieben. Auf der Straße „Zum Bellerhammer“ dürften laut Verkehrsprognose aktuell bestenfalls 1.500 Autos täglich fahren, es sind aber laut letzter Zählung fast 2.000 Fahrzeuge.
Jeder weitere Ausbau wird das Verkehrsaufkommen auf den betreffenden Straßen deutlich erhöhen.
Die größten Probleme werden sich dabei auf der Straße „Zum Bellerhammer“ ergeben, denn dieser ist der Flaschenhals zwischen zwei Straßen, deren Profil dem Anspruch einer Haupterschließungsstraße entspricht:
Die Straße „Grube Carl“, demnächst durchgehend mit absolutem Halteverbot belegt, ist breit genug, um mehrere tausend Fahrzeugbewegungen problemlos aufnehmen zu können. Die neu zu bauende Philip-Faßbender-Straße wird als 17,5 Meter breite Allee mit Fahrradstreifen, Fußweg und abgetrenntem Parkstreifen angelegt. Zwei Straßen mit einem Profil, das der ihr zugewiesenen Funktion der Haupterschließung entspricht.

Und dazwischen die Straße "Zum Bellerhammer", die die Rosmarstraße und die Philip-Faßbenderstraße mit der Straße Grube Carl verbindet.
Der Bellerhammer jedoch deutlich schmaler, ohne Fahrradstreifen, auf der südlichen Straßenseite wird auf der Straße geparkt, vielfach durch Baumscheiben verengt. Es handelt sich um eine Straße, die in weiten Bereichen nur einspurig befahrbar ist. Das Profil entspricht dem Profil einer Wohnstraße nicht aber dem einer Erschließungsstraße.

Die Einspurigkeit, die Verschwenkungen durch parkende Autos und Baumscheiben haben denn auch bereits mehrfach zu Unfällen mit Bussen geführt.
Und durch diese Straße soll der gesamte Zufahrtsverkehr geführt werden?
Anscheinend, denn immer wenn das Publikum der obigen Veranstaltung auf den Flaschenhals „Zum Bellerhammer“ zu sprechen kam, lenkten die VertreterInnen der Verwaltung ab.
Wer aber über den Bellerhammer nicht reden will sollte auch von weiteren Baufeldern schweigen.
Die BI Grube Carl hat deshalb an verschiedenen Stellen vorgeschlagen, eine neue Erschließungsstraße für die hinteren Baufelder zu bauen und dafür andernorts auf Grube Carl die wegfallenden Ausgleichsflächen zu schaffen.

Mit dieser Verkehrsführung würde mit Sicherheit der stadtteilinterne Verkehr auf verschiedene Straßen verteilt und die weiteren Baufelder erhielten eine zentrale Erschließungsachse. Die verkehrlichen Belastungen würden gleichmäßiger verteilt.
Ob ein solcher Vorschlag eine tragfähige Lösung darstellt – keiner kann es sagen, denn diese Option wurde bisher an keiner Stelle ausreichend diskutiert und überprüft. Man ist in dieser Stadt auf die Verlängerung des Freiheitsringes fokussiert. In der Folge müssen Alternativvorschläge bereits vor einer Prüfung verworfen werden: offensichtlich handelt es sich um Denkblockaden.
Der Rundschau ist daher zuzustimmen, wenn sie schreibt:
So schön die neuen Pläne auch sind und so bürgernah sie zustande kommen: Letztlich verschärft jedes neue Baugebiet nur die alten Probleme.
Thema: Grube Carl
16. Mai 14 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
In der heutigen Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers wird über die Präsentation der „Freiraumplanung“ auf Grube Carl berichtet. Im Rat wurde die Planung für einen zentralen Grünzug innerhalb des Stadtteils präsentiert. Ein schöner Plan, ein guter Plan – ein zentraler Grüzug als Erholungsraum, als Raum für spielende Kinder, für Sport und Begegnung. Eine tolle Sache also und alle Fraktionen im Rat haben die Planung einhellig begrüßt. Für den Grünstreifen wurde „das Beste aus dem Bestehenden gemacht“, so der Tenor. Soll heißen: der Grünstreifen entsteht in weiten Teilen auf der Trasse der (geplanten) Straßenbahnlinie 7.
Tja …. aber spintisieren wir etwas und schauen wir in die Zukunft, indem wir jetzt schon in vorhandenen Gutachten prognostizierte Entwicklungen auf den Stadtteil herunterbrechen.
Wir sind im Jahr 2025. Die Baufelder 5, 6 und 7 sind bebaut, im achte Baufeld (zwischen Grefrather und Ichendorfer Weg) entstehen die ersten Neubauten. Im Stadtteil leben inzwischen gut 3.500 Menschen. Das Verkehrsnetz im Kölner Westen ist insgesamt überlastet. Seit der Stadtteil so stark gewachsen ist, staut es sich im Berufsverkehr auf Grube Carl bis in die Wohnstraßen zurück.
In dieser Situation entdecken Verwaltung und Politik in Frechen den öffentlichen Nahverkehr für sich (Gut, das ist jetzt sehr unwahrscheinlich, aber … nicht unmöglich). Zugleich hat die Landesregierung ein Förderprogramm für den Ausbau des ÖPNV in Ballungszentren aufgelegt, um die Straßen zu entlasten. So billig, so Verwaltung und Politik einhellig, kommen wir nie wieder zu einer Verlängerung der Linie 7.
Und jetzt? Jetzt hat der Stadtteil den größtmöglichen denkbaren Schaden, denn eine Verlängerung der Linie 7 bedeutet nun den Rückbau des zentralen Grünzugs. Weg mit Erholungsraum, weg mit dem Platz für spielende Kinder, weg mit Raum für Sport und Begegnung.
Ein Ersatz ist kaum möglich, denn die übrigen Flächen sind bebaut bzw. für Wohnbebauung verplant.
Mit anderen Worten: die hier vorgestellte Planung bedeutet entweder das Ende für die Verlängerung der Linie 7 oder aber es handelt sich nur um ein (längeres) Provisorium.
In diesem Falle aber wird mit dieser Planung bereits der Grundstein für massive Konflikte und Streit im Stadtteil gelegt. Wir haben also beste Chancen, dass sich im Stadtteil in einigen Jahren zwei Gruppen gegenüberstehen werden: Verteidiger der Grünfläche gegen Freunde des ÖPNVs.
Eine Planung, bei der solche massiven Konflikte absehbar sind, sollte, so schön sie sich darstellt, unter dem Aspekt der zukünftigen verkehrlicher Anforderungen nochmals gründlich überdacht werden. Es kann nicht sein, dass in 10 oder 15 Jahren zwischen Erholung und ÖPNV entschieden werden muss.
Mit der hier vorgestellten Planung ist aber damit zu rechnen.
Tja …. aber spintisieren wir etwas und schauen wir in die Zukunft, indem wir jetzt schon in vorhandenen Gutachten prognostizierte Entwicklungen auf den Stadtteil herunterbrechen.
Wir sind im Jahr 2025. Die Baufelder 5, 6 und 7 sind bebaut, im achte Baufeld (zwischen Grefrather und Ichendorfer Weg) entstehen die ersten Neubauten. Im Stadtteil leben inzwischen gut 3.500 Menschen. Das Verkehrsnetz im Kölner Westen ist insgesamt überlastet. Seit der Stadtteil so stark gewachsen ist, staut es sich im Berufsverkehr auf Grube Carl bis in die Wohnstraßen zurück.
In dieser Situation entdecken Verwaltung und Politik in Frechen den öffentlichen Nahverkehr für sich (Gut, das ist jetzt sehr unwahrscheinlich, aber … nicht unmöglich). Zugleich hat die Landesregierung ein Förderprogramm für den Ausbau des ÖPNV in Ballungszentren aufgelegt, um die Straßen zu entlasten. So billig, so Verwaltung und Politik einhellig, kommen wir nie wieder zu einer Verlängerung der Linie 7.
Und jetzt? Jetzt hat der Stadtteil den größtmöglichen denkbaren Schaden, denn eine Verlängerung der Linie 7 bedeutet nun den Rückbau des zentralen Grünzugs. Weg mit Erholungsraum, weg mit dem Platz für spielende Kinder, weg mit Raum für Sport und Begegnung.
Ein Ersatz ist kaum möglich, denn die übrigen Flächen sind bebaut bzw. für Wohnbebauung verplant.
Mit anderen Worten: die hier vorgestellte Planung bedeutet entweder das Ende für die Verlängerung der Linie 7 oder aber es handelt sich nur um ein (längeres) Provisorium.
In diesem Falle aber wird mit dieser Planung bereits der Grundstein für massive Konflikte und Streit im Stadtteil gelegt. Wir haben also beste Chancen, dass sich im Stadtteil in einigen Jahren zwei Gruppen gegenüberstehen werden: Verteidiger der Grünfläche gegen Freunde des ÖPNVs.
Eine Planung, bei der solche massiven Konflikte absehbar sind, sollte, so schön sie sich darstellt, unter dem Aspekt der zukünftigen verkehrlicher Anforderungen nochmals gründlich überdacht werden. Es kann nicht sein, dass in 10 oder 15 Jahren zwischen Erholung und ÖPNV entschieden werden muss.
Mit der hier vorgestellten Planung ist aber damit zu rechnen.
Thema: Grube Carl
06. März 14 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
an Bürgermeister Meier und alle im Rat vertretenen Fraktionen
Sehr geehrter Herr Meier, sehr geehrte Damen und Herren,
Wir sind in großer Sorge um die zukünftige Entwicklung unseres Stadtteils Grube Carl.
Wir gehen davon aus, dass in den kommenden 2 bis 3 Jahren die Bautätigkeit hier im Stadtteil wieder aufgenommen wird. Dafür spricht beispielsweise der Stand der Planungen im Planungsbeirat Grube Carl. Zudem wurde in der letzten Ratssitzung, einzig gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90 / die Grünen, die Entscheidung getroffen, auf deren Basis die Stadtentwicklungsgesellschaft in die Lage versetzt wird, die kreditfinanzierte und von der Stadt Frechen mit Bürgschaft gesicherte Vermarktung der Bauflächen in Angriff zu nehmen.
Spätestens seit der Bürgerversammlung im Februar 2014 in Habbelrath ist bekannt, dass die Grundschulversorgung im Frechener Westen nicht gesichert ist:
Wir haben keine Antwort erhalten.
Deshalb haben wir nun eigenständige Berechnungen angestellt, die wir, offen für jede Überprüfung, auf unserer Homepage veröffentlicht haben.
Unsere Berechnungen zeigen, dass auf Basis der Einwohnerentwicklung, wie ihn die städtischen Ausbauszenarien für Grube Carl beschreiben, die Lindenschule von 2,5 auf mindestens 3,5 Zügen erweitert werden muss.
Nun hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Günter Eilenberger in seiner Haushaltsrede erklärt, dass die SPD kein Baugebiet entwickeln wolle, wenn die Kinder vor der Türe der Schule stehen:
Die Baugebiete hier im Stadtteil werden entwickelt, aber die Kinder werden vor der Türe der Lindenschule stehen, denn die Lindenschule ist zu klein.
Der Frechener Stadtrat hat sich im November 2009 gegen den Neubau einer Grundschule auf Grube Carl entschieden, und sich im Mai 2011 endlich für die Sanierung der Lindenschule ausgesprochen. Mit diesem Beschluss wurde erklärt, dass eine 2,5-Zügigkeit ausreichend sei, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits erste Hinweise gab, dass der Ausbau der Grube Carl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine größere Schule notwendig machen wird.
Wir haben nun in der letzten Schulausschusssitzung erfahren, dass baurechtliche Gründe eine Erweiterung der Lindenschule auf 3 bzw. 3,5 Züge entgegen stehen.
Eine Erweiterung am jetzigen Standort, sollte diese Aussage bestätigt werden, ist also nicht möglich.
Wir haben in den vergangenen Jahren wiederholt gelernt, dass Schulbauprojekte für die Stadt unkalkulierbare Größen darstellen.
Selbst 3 Jahre nach erfolgtem Sanierungsbeschluss verweigert die Stadtverwaltung auf die einfache Frage, wann denn die Lindenschule bezugsfertig sei, jede Antwort.
Wir fassen daher zusammen:
1. Der weitere Ausbau des Stadtteils wird in absehbarer Zeit beginnen.
2. Die Lindenschule ist zu klein, um die Kinder von Grube Carl alle aufnehmen zu können.
3. Eine Erweiterung der Lindenschule am derzeitigen Standort ist unwahrscheinlich
4. Schulneubauten benötigen in Frechen einen vieljährigen Vorlauf.
Das bedeutet: Die Stadt entwickelt ein Baugebiet, obwohl die Schulversorgung der Kinder nicht gesichert ist und sowohl die SPD als auch Ihre Partei, die CDU, stimmen für den Ausbau des Stadtteils.
Sehr geehrter Herr Meier, wie dürfen wir vor diesem Hintergrund Ihren Satz: „Wir werden kein Baugebiet entwickeln, wo die Kinder vor der Tür der Schule stehen“, verstehen?
Sehr geehrter Herr Eilenberger, diese Frage richtet sich auch an Sie. Wie dürfen wir Ihren Satz: „Deshalb wird die SPD-Fraktion auch keinen neuen Bauplänen mehr zustimmen, wenn nicht ganz klar die Infrastruktur bei Schulen und Kitas vorher geregelt ist“, verstehen?
Sehr geehrter Herr Meier,
Sie sind Chef der Verwaltung. In dieser Funktion fragen wir Sie an, wann der Neubau der 2,5-zügigen Lindenschule vollendet sein wird?
Sehr geehrte Fraktionen im Rat der Stadt Frechen,
sehr geehrte Kandidatinnen und Kandidaten
am 25. Mai 2014 sind wir aufgerufen, ein neues Kommunalparlament zu bestimmen. Dieses Kommunalparlament wird sechs Jahre amtieren und in dieser Zeit die grundlegenden Entscheidungen für unseren Stadtteil zu treffen haben.
Um uns unsere Entscheidung zu erleichtern, bitten wir Sie, Herr Meier und alle Parteien, die in Frechen zur Wahl antreten, sich eindeutig zu positionieren und uns nachfolgende Fragen ohne Interpretationsspielraum zu beantworten:
1. Stehen Sie weiterhin zur Grundaussage "kurze Wege für kurze Beine" aus der Kommunalwahl von 2009, was bedeutet: der Stadtteil Grube Carl benötigt ein ausreichendes Grundschulangebot in fußläufiger Entfernung?
2. Welche Lösung schlagen Sie konkret vor, um den absehbaren Schulraummangel in unserem Stadtteil zu beheben?
3. Wird die weitere bauliche Entwicklung des Stadtteils von einem ausreichenden Schulraumangebot in fußläufiger Entfernung abhängig gemacht oder wird hier auf Grube Carl gebaut, bevor ausreichender Schulraum zur Verfügung steht?
Zum Nachlesen:
Wie der Stadtteil in der Grundschulfrage an der Nase herumgeführt wurde: Keine Grundschule auf Grube Carl
Sehr geehrter Herr Meier, sehr geehrte Damen und Herren,
Wir sind in großer Sorge um die zukünftige Entwicklung unseres Stadtteils Grube Carl.
Wir gehen davon aus, dass in den kommenden 2 bis 3 Jahren die Bautätigkeit hier im Stadtteil wieder aufgenommen wird. Dafür spricht beispielsweise der Stand der Planungen im Planungsbeirat Grube Carl. Zudem wurde in der letzten Ratssitzung, einzig gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90 / die Grünen, die Entscheidung getroffen, auf deren Basis die Stadtentwicklungsgesellschaft in die Lage versetzt wird, die kreditfinanzierte und von der Stadt Frechen mit Bürgschaft gesicherte Vermarktung der Bauflächen in Angriff zu nehmen.
Spätestens seit der Bürgerversammlung im Februar 2014 in Habbelrath ist bekannt, dass die Grundschulversorgung im Frechener Westen nicht gesichert ist:
„Der nun vorgestellte Plan, im Rahmen der Entwicklung des Baugebietes . auch den Ausbau der Grundschule in Grefrath von RWE übernehmen zu lassen, könnte aus Sicht der Verwaltung auch die Lösung sein, um den bei der weiteren Entwicklung im Frechener Westen erwarteten Anstieg der Schülerzahlen aufzufangen (…)“ (KR v. 14.02.2014)Aus diesem Grund haben wir in den beiden vergangenen Schulausschusssitzungen versucht, zu erfahren, wie es denn um die Grundschulversorgung der Kinder im Einzugsbereich der Lindenschule bestellt ist, sobald auf Grube Carl wieder gebaut wird.
Wir haben keine Antwort erhalten.
Deshalb haben wir nun eigenständige Berechnungen angestellt, die wir, offen für jede Überprüfung, auf unserer Homepage veröffentlicht haben.
Unsere Berechnungen zeigen, dass auf Basis der Einwohnerentwicklung, wie ihn die städtischen Ausbauszenarien für Grube Carl beschreiben, die Lindenschule von 2,5 auf mindestens 3,5 Zügen erweitert werden muss.
Nun hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Günter Eilenberger in seiner Haushaltsrede erklärt, dass die SPD kein Baugebiet entwickeln wolle, wenn die Kinder vor der Türe der Schule stehen:
„Deshalb wird die SPD-Fraktion auch keinen neuen Bauplänen mehr zustimmen, wenn nicht ganz klar die Infrastruktur bei Schulen und Kitas vorher geregelt ist. Wir haben es satt, ständig mit Containern oder übervollen Klassen konfrontiert bzw. beschert zu werden.“ (Haushaltsrede G.Eilenberger 17.12.2013)Laut der Presseberichterstattung, sehr geehrter Herr Bürgermeister Meier, haben Sie sich dieser Grundsatzerklärung angeschlossen:
„Eilenberger forderte daraufhin, die Grefrather Grundschule zu erweitern. Bürgermeister Hans-Willi Meier erklärte, dass die Erweiterung im Vertrag der Investoren stehe: .Wir werden kein Baugebiet entwickeln, wo die Kinder vor der Tür der Schule stehen.“ (KStA, 13.02.2014)Nun Herr Bürgermeister Meier, genau diese Situation befürchten wir für unseren Stadtteil:
Die Baugebiete hier im Stadtteil werden entwickelt, aber die Kinder werden vor der Türe der Lindenschule stehen, denn die Lindenschule ist zu klein.
Der Frechener Stadtrat hat sich im November 2009 gegen den Neubau einer Grundschule auf Grube Carl entschieden, und sich im Mai 2011 endlich für die Sanierung der Lindenschule ausgesprochen. Mit diesem Beschluss wurde erklärt, dass eine 2,5-Zügigkeit ausreichend sei, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits erste Hinweise gab, dass der Ausbau der Grube Carl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine größere Schule notwendig machen wird.
Wir haben nun in der letzten Schulausschusssitzung erfahren, dass baurechtliche Gründe eine Erweiterung der Lindenschule auf 3 bzw. 3,5 Züge entgegen stehen.
Eine Erweiterung am jetzigen Standort, sollte diese Aussage bestätigt werden, ist also nicht möglich.
Wir haben in den vergangenen Jahren wiederholt gelernt, dass Schulbauprojekte für die Stadt unkalkulierbare Größen darstellen.
Selbst 3 Jahre nach erfolgtem Sanierungsbeschluss verweigert die Stadtverwaltung auf die einfache Frage, wann denn die Lindenschule bezugsfertig sei, jede Antwort.
Wir fassen daher zusammen:
1. Der weitere Ausbau des Stadtteils wird in absehbarer Zeit beginnen.
2. Die Lindenschule ist zu klein, um die Kinder von Grube Carl alle aufnehmen zu können.
3. Eine Erweiterung der Lindenschule am derzeitigen Standort ist unwahrscheinlich
4. Schulneubauten benötigen in Frechen einen vieljährigen Vorlauf.
Das bedeutet: Die Stadt entwickelt ein Baugebiet, obwohl die Schulversorgung der Kinder nicht gesichert ist und sowohl die SPD als auch Ihre Partei, die CDU, stimmen für den Ausbau des Stadtteils.
Sehr geehrter Herr Meier, wie dürfen wir vor diesem Hintergrund Ihren Satz: „Wir werden kein Baugebiet entwickeln, wo die Kinder vor der Tür der Schule stehen“, verstehen?
Sehr geehrter Herr Eilenberger, diese Frage richtet sich auch an Sie. Wie dürfen wir Ihren Satz: „Deshalb wird die SPD-Fraktion auch keinen neuen Bauplänen mehr zustimmen, wenn nicht ganz klar die Infrastruktur bei Schulen und Kitas vorher geregelt ist“, verstehen?
Sehr geehrter Herr Meier,
Sie sind Chef der Verwaltung. In dieser Funktion fragen wir Sie an, wann der Neubau der 2,5-zügigen Lindenschule vollendet sein wird?
Sehr geehrte Fraktionen im Rat der Stadt Frechen,
sehr geehrte Kandidatinnen und Kandidaten
am 25. Mai 2014 sind wir aufgerufen, ein neues Kommunalparlament zu bestimmen. Dieses Kommunalparlament wird sechs Jahre amtieren und in dieser Zeit die grundlegenden Entscheidungen für unseren Stadtteil zu treffen haben.
Um uns unsere Entscheidung zu erleichtern, bitten wir Sie, Herr Meier und alle Parteien, die in Frechen zur Wahl antreten, sich eindeutig zu positionieren und uns nachfolgende Fragen ohne Interpretationsspielraum zu beantworten:
1. Stehen Sie weiterhin zur Grundaussage "kurze Wege für kurze Beine" aus der Kommunalwahl von 2009, was bedeutet: der Stadtteil Grube Carl benötigt ein ausreichendes Grundschulangebot in fußläufiger Entfernung?
2. Welche Lösung schlagen Sie konkret vor, um den absehbaren Schulraummangel in unserem Stadtteil zu beheben?
3. Wird die weitere bauliche Entwicklung des Stadtteils von einem ausreichenden Schulraumangebot in fußläufiger Entfernung abhängig gemacht oder wird hier auf Grube Carl gebaut, bevor ausreichender Schulraum zur Verfügung steht?
Zum Nachlesen:
Wie der Stadtteil in der Grundschulfrage an der Nase herumgeführt wurde: Keine Grundschule auf Grube Carl
Thema: Grube Carl
19. Februar 14 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Das würde uns denn doch so langsam interessieren.
Da hat der Fraktionsvorsitzende der SPD in seiner Haushaltsrede erklärt, es gäbe keine Zustimmung der SPD zu Neubaugebieten, wenn nicht die soziale Infrastruktur vorhanden sei. Damit gemeint hat er Kindertagesstätten und Schulen.
So viele noch zu entwickelnde Neubaugebiete gibt es aber in Frechen nicht mehr. Für den Westen geht es um die Ammerstraße in Habbelrath, die Nordseite der Sandstraße in Benzelrath und die großen Flächen auf Grube Carl.
Diese Gebiete werden wohl in den kommenden Jahren entwickelt, da die Planungen für Ammerstraße und die Baufelder 5 und 6 der Grube Carl schon weit fortgeschritten sind.
Nun wissen wir aus Köngisdorf, dass der Ausbau der dortigen Grundschule deutlich hinter den Anforderungen herhinkt. Die Baugebiete Rotental und Atrium waren schneller belegt als geplant und anscheinend leben dort auch mehr junge Kinder als erwartet. Daher ist die Johannesschule deutlich zu klein.
Wir dürfen also befürchten, dass wir hier auf Grube Carl nicht besser behandelt werden als die Königsdorfer.
Schneller Ausbau, viele Familien mit jungen Kindern und zu wenig Platz in der Lindenschule.
Die Schulpflegschaft der Lindenschule hat deshalb nachgefragt, mit wie vielen Kindern die Verwaltung je Ausbaustand der Grube Carl rechnet. Leider hat die Verwaltung die Fragen bis heute nicht beantwortet.
Sind die Ergebnisse so erschreckend, dass man damit nicht an die Öffentlichkeit will? Müsste die SPD, wenn denn die Aussagen ihres Fraktionsvorsitzenden Ernst gemeint sind, ihre Zustimmung zum Ausbau der Grube Carl verweigern?
Lauter spannende Fragen …..
Da hoffen wir doch, dass alle Beteiligten uns noch vor der Kommunalwahl reinen Wein einschenken.
Wann soll es hier oben weitergehen? Und mit wievielen Kindern muss in der ersten Zeit gerechnet werden?
Und stehen den dann zuziehenden jungen Familien genügend Grundschulplätze zur Verfügung?
An der Lindenschule? Oder sollen die Eltern ihre Kinder an irgendwelche anderen Schulen im Stadgebiet kutschieren?
Im letzten Kommunalwahlkampf haben alle Parteien in der Schulfrage erklärt, sie stünden hinter der Idee: „Kurze Wege für kurze Beine“.
Gilt diese Ausasge auch heute noch?
Wir freuen uns über sachkundige Hinweise aus allen Parteien, die sich zur Wahl stellen!
Da hat der Fraktionsvorsitzende der SPD in seiner Haushaltsrede erklärt, es gäbe keine Zustimmung der SPD zu Neubaugebieten, wenn nicht die soziale Infrastruktur vorhanden sei. Damit gemeint hat er Kindertagesstätten und Schulen.
So viele noch zu entwickelnde Neubaugebiete gibt es aber in Frechen nicht mehr. Für den Westen geht es um die Ammerstraße in Habbelrath, die Nordseite der Sandstraße in Benzelrath und die großen Flächen auf Grube Carl.
Diese Gebiete werden wohl in den kommenden Jahren entwickelt, da die Planungen für Ammerstraße und die Baufelder 5 und 6 der Grube Carl schon weit fortgeschritten sind.
Nun wissen wir aus Köngisdorf, dass der Ausbau der dortigen Grundschule deutlich hinter den Anforderungen herhinkt. Die Baugebiete Rotental und Atrium waren schneller belegt als geplant und anscheinend leben dort auch mehr junge Kinder als erwartet. Daher ist die Johannesschule deutlich zu klein.
Wir dürfen also befürchten, dass wir hier auf Grube Carl nicht besser behandelt werden als die Königsdorfer.
Schneller Ausbau, viele Familien mit jungen Kindern und zu wenig Platz in der Lindenschule.
Die Schulpflegschaft der Lindenschule hat deshalb nachgefragt, mit wie vielen Kindern die Verwaltung je Ausbaustand der Grube Carl rechnet. Leider hat die Verwaltung die Fragen bis heute nicht beantwortet.
Sind die Ergebnisse so erschreckend, dass man damit nicht an die Öffentlichkeit will? Müsste die SPD, wenn denn die Aussagen ihres Fraktionsvorsitzenden Ernst gemeint sind, ihre Zustimmung zum Ausbau der Grube Carl verweigern?
Lauter spannende Fragen …..
Da hoffen wir doch, dass alle Beteiligten uns noch vor der Kommunalwahl reinen Wein einschenken.
Wann soll es hier oben weitergehen? Und mit wievielen Kindern muss in der ersten Zeit gerechnet werden?
Und stehen den dann zuziehenden jungen Familien genügend Grundschulplätze zur Verfügung?
An der Lindenschule? Oder sollen die Eltern ihre Kinder an irgendwelche anderen Schulen im Stadgebiet kutschieren?
Im letzten Kommunalwahlkampf haben alle Parteien in der Schulfrage erklärt, sie stünden hinter der Idee: „Kurze Wege für kurze Beine“.
Gilt diese Ausasge auch heute noch?
Wir freuen uns über sachkundige Hinweise aus allen Parteien, die sich zur Wahl stellen!
Thema: Grube Carl
07. August 13 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Wir haben hier bereits am 5. Juli 2013 über die asbestverseuchten Baracken am Ichendorfer Weg berichtet. Heute nun haben die Baracken auch Eingang in die offizielle Presse gefunden. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet darüber.
Erstaunt hat dabei, dass trotz des Sachverhalts, dass die Baracken seit mehreren Jahren verfallen und die asbesthaltigen Dachplatten zerstört sind, der Abriss der Baracken und eine fachkundige Entsorgung der schadstoffhaltigen Materialen ins kommende Jahr verschoben wird.
Ein mögliches Hindernis für einen Abriss findet sich im §35, 6 des Baugesetzes, den die Stadt heranzieht, um für das Grundstück einen Bebauungsplan aufzustellen. § 35,6 besagt, dass die Stadt im Außenbereich, wenn Wohnbebauung von einigem Gewicht vorhanden ist, für bebaute Bereiche eine Satzung erlassen darf. Nun gibt es bisher keine Satzung für das entsprechende Grundstück. Sind die Hütten weg, ist es nicht mehr bebaut und möglicherweise darf die Stadt für dieses Grundstück dann auch keinen Bebauungsplan mehr erlassen. Und möglicherweise dürfte das Grundstück dann auch in Zukunft nicht mehr bebaut werden.
Es ist daher nicht auszuschließen, dass erst der Bebauungsplan verabschiedet sein muss, bevor die Hütten abgebrochen werden sollen.
Der Einspruch des grünen Stadtrats Hans Peter Schumacher, dass es für eine Bebauung im Außenbereich, wir reden von 2 Doppelhäusern, keine Notwendigkeit gibt, ist dabei nichts hinzuzufügen.
Vor dem Hintergrund des Nichtabrisses wäre es daher spannend, zu erfahren, welchen Risiken die direkten Nachbarn ausgesetzt sind und ob es bereits entsprechende Umweltuntersuchungen gab. Immerhin lebt dort eine junge Familie mit Kindern und die sollen noch einige Zeit neben den Baracken leben müssen:
Erstaunt hat dabei, dass trotz des Sachverhalts, dass die Baracken seit mehreren Jahren verfallen und die asbesthaltigen Dachplatten zerstört sind, der Abriss der Baracken und eine fachkundige Entsorgung der schadstoffhaltigen Materialen ins kommende Jahr verschoben wird.
Pressesprecher Thorsten Friedmann geht aber nicht davon aus, dass der Abriss der Häuser noch in diesem Jahr stattfindet.Wirklich befremdlich wird es, wenn man weiß, dass der Abriss nun schon seit 2009 Thema in den politischen Gremien ist. Man könnte also annehmen, dass es keine übertriebenen Probleme hervorrufen kann, zwischen 2008 und 2013 eine Fachfirma zu finden, die in der Lage ist, die Barracken abzureißen. Aber, bisher gab es wohl unüberwindliche Hindernisse.
Ein mögliches Hindernis für einen Abriss findet sich im §35, 6 des Baugesetzes, den die Stadt heranzieht, um für das Grundstück einen Bebauungsplan aufzustellen. § 35,6 besagt, dass die Stadt im Außenbereich, wenn Wohnbebauung von einigem Gewicht vorhanden ist, für bebaute Bereiche eine Satzung erlassen darf. Nun gibt es bisher keine Satzung für das entsprechende Grundstück. Sind die Hütten weg, ist es nicht mehr bebaut und möglicherweise darf die Stadt für dieses Grundstück dann auch keinen Bebauungsplan mehr erlassen. Und möglicherweise dürfte das Grundstück dann auch in Zukunft nicht mehr bebaut werden.
Es ist daher nicht auszuschließen, dass erst der Bebauungsplan verabschiedet sein muss, bevor die Hütten abgebrochen werden sollen.
Der Einspruch des grünen Stadtrats Hans Peter Schumacher, dass es für eine Bebauung im Außenbereich, wir reden von 2 Doppelhäusern, keine Notwendigkeit gibt, ist dabei nichts hinzuzufügen.
"Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, in dem Rekultivierungsgebiet zu bauen", kritisiert der Ortsverbandsvorsitzende der Grünen, Hans Peter Schumacher. Und wenn, müsse die Bebauung zusammen mit dem Gesamtplan der Grube Carl geplant werden.Würde man auf diese Kleinstbebauung verzichten, könnten die Hütten sofort beseitigt werden. Welchem höheren Zweck also folgt die Idee der Bebauung? Da kein sozialer Wohnungsbau an dieser Stelle geplant ist, ist davon auszugehen, dass kein akuter Wohnraummangel die Stadt zu diesem Bebauungsplan zwingt.
Vor dem Hintergrund des Nichtabrisses wäre es daher spannend, zu erfahren, welchen Risiken die direkten Nachbarn ausgesetzt sind und ob es bereits entsprechende Umweltuntersuchungen gab. Immerhin lebt dort eine junge Familie mit Kindern und die sollen noch einige Zeit neben den Baracken leben müssen:
Die Nachbarn Maria und Fred Hellpap, deren Haus dort seit 1927 steht, finden es nicht so amüsant, dass die Baracken immer noch hier stehen: "Fragen Sie mal meinen Sohn mit seinen Kindern, der direkt daneben gebaut hat, der ist nicht begeistert", sagt Fred Hellpap, (…).
Seiner Meinung nach sei Asbest nicht nur im Dach, sondern in den ganzen Gebäuden. "Die haben sich doch lange genug Zeit gelassen, jetzt muss mal endlich etwas passieren", fügt seine Frau Maria Hellpap hinzu.
Thema: Grube Carl
17. Juli 13 | Autor: antoine favier | 2 Kommentare | Kommentieren
Man hat es ja kaum anders erwartet. Da stellt die Fraktion der Grünen den Antrag, die Rosmarstraße nach Ende der Kanalsanierungsmaßnahmen zu sperren, da finden sich spontan 122 AnwohnerInnen der Rosmarstraße, die mit ihrer Unterschrift dieses Anliegen unterstützen und wie reagiert die Stadtpolitik?
Ablehnung!
122 Unterschriften aus der Rosmarstraße - da hat vermutlich aus jeder der dort lebenden Familien zumindest eine Person unterschrieben. Aber, die Interessen der Anlieger interessieren in der Frechener Stadtpolitik anscheinend nicht. Das größere Ganze - also die freie Fahrt für freie Bürger scheint deutlich wichtiger zu sein, als das Wohlergehen der AnwohnerInnen.
Also haben CDU, SPD, FDP und Perspektive den Antrag im entsprechenden Ausschuss abgelehnt.
Von den Stadträten, die den Frechener Westen vertreten, bzw. diesen vertreten wollen, haben sich gegen die Sperrung ausgesprochen:
Gisela Mettke von der CDU,
Ferdi und Stefan Huck sowie Hans-Adam Breuer von der SPD,
FDP und Perspektive waren durch sachkundige Bürger vertreten.
Von einer FDP erwarten wir nichts anderes und die Perspektive findet wohl, was auch nicht neu ist, dass jedes Auto in der Rosmarstraße ein Beweis dafür ist, dass die Verlängerung des Freiheitsrings nicht benötigt wird ....
Es darf aber vermutet werden, dass diese 122 Bürgerinnen und Bürger dieses Votum bis zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr nicht vergessen haben werden.
Ablehnung!
122 Unterschriften aus der Rosmarstraße - da hat vermutlich aus jeder der dort lebenden Familien zumindest eine Person unterschrieben. Aber, die Interessen der Anlieger interessieren in der Frechener Stadtpolitik anscheinend nicht. Das größere Ganze - also die freie Fahrt für freie Bürger scheint deutlich wichtiger zu sein, als das Wohlergehen der AnwohnerInnen.
Also haben CDU, SPD, FDP und Perspektive den Antrag im entsprechenden Ausschuss abgelehnt.
Von den Stadträten, die den Frechener Westen vertreten, bzw. diesen vertreten wollen, haben sich gegen die Sperrung ausgesprochen:
Gisela Mettke von der CDU,
Ferdi und Stefan Huck sowie Hans-Adam Breuer von der SPD,
FDP und Perspektive waren durch sachkundige Bürger vertreten.
Von einer FDP erwarten wir nichts anderes und die Perspektive findet wohl, was auch nicht neu ist, dass jedes Auto in der Rosmarstraße ein Beweis dafür ist, dass die Verlängerung des Freiheitsrings nicht benötigt wird ....
Es darf aber vermutet werden, dass diese 122 Bürgerinnen und Bürger dieses Votum bis zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr nicht vergessen haben werden.
Gegenentwürfe