Thema: Burgschule
09. November 12 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Aus gegebenem Anlass habe ich mich auf die Suche gemacht nach einer Definition des Begriffs „geringe Abweichungen“.
Anscheinend gibt es keine allgemeingültige Festlegung, was mit einer „geringen Abweichung“ gemeint sein könnte. Als Abweichungen weden generell Differenzen zwischen einer Plan- und einer Istgröße bezeichnet.
„Gering“ wiederum wird bspw. in der Mathematik als nicht eindeutiger Begriff gekennzeichnet.
Auffällig aber ist, dass bei der Verwendung des Begriffs „geringe Abweichungen“ eine große „Nähe“ zwischen Plan- und Ist-Zustand behaupten wird. Aber auch dem Begriff „Nähe“ ist eine Unschärfe eigen. Trotzdem lässt der allgemeine Sprachgebrauch vermuten, dass bei der Verwendung „geringe Abweichungen“ beim Leser / Hörer der Eindruck erweckt wird, Ist und Plan seien fast deckungsgleich, die Differenz sei aufs Ganze gesehen von sehr geringer Bedeutung. (Für die des Schwäbischen Kundigen unter den LeserInnen: wir sprechen von einem "Muggeseggele".)
Der Begriff ist aber auf alle Fälle auslegungsbedürftig.
Die Frechener Auslegung ist nun, vorsichtig formuliert, sehr speziell:
Unser Bau- und Vergabeausschuss wurde vom Bauamt schriftlich darauf hingewiesen, dass es bei den Baumaßnahmen an der Johannes- und der Burgschule zu „geringen Abweichungen“ bei den projektierten Baumaßnahmen komme. Man könnte nun annehmen, wir redeten über zeitliche Verzögerungen von, na sagen wir mal, 6 Wochen. Das ist nach Frechener Verhältnissen etwas mehr als fast nichts – mit „geringen Abweichungen“ sollte dieser Zustand korrekt beschrieben sein.
Nähere Nachfragen haben dann aber ergeben, dass die Maßnahmen an der Burg- und der Johannesschule sich um ein ganzes Jahr verzögern. Da schluckt man dann und fragt sich leis’ welches grundsätzliche Zeitverständnis in der städtischen Verwaltung vorherrscht.
Die Bauverwaltung kennt im übrigen genau drei Einteilungsstufen, um den Stand von Baumaßnahmen zu beschreiben: „im Plan“ – „geringe Abweichungen“ – „gefährdet“.
Es wäre spannend zu wissen, wie groß die Differenz zwischen Plan- und Istgröße sein muss, damit eine städtische Baumaßnahme als „gefährdet“ gilt.
5Jahre? – 10 Jahre??
Wer es nachlesen will:
KR v. 07.11.2012
KStA v. 09.11.2012
Anscheinend gibt es keine allgemeingültige Festlegung, was mit einer „geringen Abweichung“ gemeint sein könnte. Als Abweichungen weden generell Differenzen zwischen einer Plan- und einer Istgröße bezeichnet.
„Gering“ wiederum wird bspw. in der Mathematik als nicht eindeutiger Begriff gekennzeichnet.
Auffällig aber ist, dass bei der Verwendung des Begriffs „geringe Abweichungen“ eine große „Nähe“ zwischen Plan- und Ist-Zustand behaupten wird. Aber auch dem Begriff „Nähe“ ist eine Unschärfe eigen. Trotzdem lässt der allgemeine Sprachgebrauch vermuten, dass bei der Verwendung „geringe Abweichungen“ beim Leser / Hörer der Eindruck erweckt wird, Ist und Plan seien fast deckungsgleich, die Differenz sei aufs Ganze gesehen von sehr geringer Bedeutung. (Für die des Schwäbischen Kundigen unter den LeserInnen: wir sprechen von einem "Muggeseggele".)
Der Begriff ist aber auf alle Fälle auslegungsbedürftig.
Die Frechener Auslegung ist nun, vorsichtig formuliert, sehr speziell:
Unser Bau- und Vergabeausschuss wurde vom Bauamt schriftlich darauf hingewiesen, dass es bei den Baumaßnahmen an der Johannes- und der Burgschule zu „geringen Abweichungen“ bei den projektierten Baumaßnahmen komme. Man könnte nun annehmen, wir redeten über zeitliche Verzögerungen von, na sagen wir mal, 6 Wochen. Das ist nach Frechener Verhältnissen etwas mehr als fast nichts – mit „geringen Abweichungen“ sollte dieser Zustand korrekt beschrieben sein.
Nähere Nachfragen haben dann aber ergeben, dass die Maßnahmen an der Burg- und der Johannesschule sich um ein ganzes Jahr verzögern. Da schluckt man dann und fragt sich leis’ welches grundsätzliche Zeitverständnis in der städtischen Verwaltung vorherrscht.
Die Bauverwaltung kennt im übrigen genau drei Einteilungsstufen, um den Stand von Baumaßnahmen zu beschreiben: „im Plan“ – „geringe Abweichungen“ – „gefährdet“.
Es wäre spannend zu wissen, wie groß die Differenz zwischen Plan- und Istgröße sein muss, damit eine städtische Baumaßnahme als „gefährdet“ gilt.
5Jahre? – 10 Jahre??
Wer es nachlesen will:
KR v. 07.11.2012
KStA v. 09.11.2012
Thema: Aktionsbuendnis
30. Oktober 12 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Das Thema Gesamtschule verbindet. Vor einem Jahr legten SPD und CDU gemeinsam den Grundstein für dieses Bündnis, indem sie die Stadtverwaltung beauftragten, die Effekte des sogenannten „Schulfriedens NRW“ auf lokaler Ebene auszuloten.
Diese Initiative der großen Koalition fand ihren Ausdruck in ziemlich gleichlautenden Anträgen der beiden Fraktionen, die implizit durchscheinen ließen, dass die beiden Großen eine Sekundarschule wünschten. Die Tatsache, dass neben den Schulpolitikerinnen der beiden Fraktionen es auch noch Kinder und Eltern gibt, die da ein gewichtiges Wort mitreden wollten, das hatten die beiden Fraktionen in ihrem frechentypischen patriarchalen Politikverständnis nicht im Kalkül.
So bedurfte es einer Unterschriftensammlung engagierter Eltern für eine Gesamtschule (und damit impizit gegen eine Sekundarschule) und einiger Anträge aus den Schulpflegschaften der Grundschulen, um eine Vorentscheidung ganz ohne Beteiligung der Eltern zu verhindern. (Eine kurze Erläuterung, warum eine Sekundarschule keine Lösung darstellt, findet sich im Kölner Stadtanzeiger v. 31.10.2012 für entsprechende Planungen in Köln.)
Eine Aktualisierung des Frechener Schulentwicklungsplans, der den weiteren Beratungen vorgeschaltet worden war, kam zu einer eindeutigen Empfehlung. Er stellte fest, dass der Wunsch nach einem hochwertigen Schulabschluss zu einer Verstärkung der Schülerströme hin zum Gymnasium führen wird, während gleichzeitig die Hauptschule wegen akuten SchülerInnenmangels auf Sicht wohl abgewickelt werden muss.
Die von den Parteien der großen Koalition angedachte Sekundarschule löst jedoch nur das Hauptschulproblem. Die Raumnot des Gymnasiums wird dadurch nicht kleiner.
Beide Probleme lassen sich gleichzeitig nur mit einer Gesamtschule lösen, die alle Kinder aufnehme und entsprechend der jeweiligen Möglichkeiten die Kinder zu einem Schulabschluss führe und zwar ohne Schulwechsel und das bis zum Abitur.
Da Frechen dann über zwei Schulen mit einer gymnasialen Oberstufe verfüge, werden sich die OberstufenschülerInnen auf zwei Schulen verteilen und der Raumdruck auf das Frechener Gymnasium wird abnehmen.
Das Gutachten erklärte die Gesamtschule zur besten Lösung für Frechen!
Zwischenzeitlich haben zwei weitere Informationsveranstaltungen stattgefunden bei denen der Schulauschuss und interessierte Eltern sich einerseits über die Modelle Gesamtschule und Sekundarschule informieren konnten, andererseits die Frechener weiterführenden Schulen (unter Ausschluss der Förderschulen, sind diese nicht weiterführend?) ihre pädagogischen Konzepte vorstellen konnten.
Nachdem nun aber fast ein halbes Jahr mit Informationsveranstaltungen ins Land gegangen ist und sich an den gesellschaftlichen Grundstrukturen immer noch nichts verändert hat:
Aus diesem Grund haben Eltern, die eine Gesamtschule für eine substantielle Verbesserung des Schulstandorts Frechen halten, sich auf die Suche nach Unterstützung im politischen Raum gemacht.
Folgende Parteien / Fraktionen / Organisationen unterstützen aktuell den Wunsch nach einer Gesamtschule:
(Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Mitarbeit von Herrn Lussem stilbildend für die Frechener SPD wird, die sich ja 2009 in ihrem kommunalpolitischen Programm für eine Gesamtschule ausgesprochen hatte.)
Diese Initiative der großen Koalition fand ihren Ausdruck in ziemlich gleichlautenden Anträgen der beiden Fraktionen, die implizit durchscheinen ließen, dass die beiden Großen eine Sekundarschule wünschten. Die Tatsache, dass neben den Schulpolitikerinnen der beiden Fraktionen es auch noch Kinder und Eltern gibt, die da ein gewichtiges Wort mitreden wollten, das hatten die beiden Fraktionen in ihrem frechentypischen patriarchalen Politikverständnis nicht im Kalkül.
So bedurfte es einer Unterschriftensammlung engagierter Eltern für eine Gesamtschule (und damit impizit gegen eine Sekundarschule) und einiger Anträge aus den Schulpflegschaften der Grundschulen, um eine Vorentscheidung ganz ohne Beteiligung der Eltern zu verhindern. (Eine kurze Erläuterung, warum eine Sekundarschule keine Lösung darstellt, findet sich im Kölner Stadtanzeiger v. 31.10.2012 für entsprechende Planungen in Köln.)
Eine Aktualisierung des Frechener Schulentwicklungsplans, der den weiteren Beratungen vorgeschaltet worden war, kam zu einer eindeutigen Empfehlung. Er stellte fest, dass der Wunsch nach einem hochwertigen Schulabschluss zu einer Verstärkung der Schülerströme hin zum Gymnasium führen wird, während gleichzeitig die Hauptschule wegen akuten SchülerInnenmangels auf Sicht wohl abgewickelt werden muss.
Die von den Parteien der großen Koalition angedachte Sekundarschule löst jedoch nur das Hauptschulproblem. Die Raumnot des Gymnasiums wird dadurch nicht kleiner.
Beide Probleme lassen sich gleichzeitig nur mit einer Gesamtschule lösen, die alle Kinder aufnehme und entsprechend der jeweiligen Möglichkeiten die Kinder zu einem Schulabschluss führe und zwar ohne Schulwechsel und das bis zum Abitur.
Da Frechen dann über zwei Schulen mit einer gymnasialen Oberstufe verfüge, werden sich die OberstufenschülerInnen auf zwei Schulen verteilen und der Raumdruck auf das Frechener Gymnasium wird abnehmen.
Das Gutachten erklärte die Gesamtschule zur besten Lösung für Frechen!
Zwischenzeitlich haben zwei weitere Informationsveranstaltungen stattgefunden bei denen der Schulauschuss und interessierte Eltern sich einerseits über die Modelle Gesamtschule und Sekundarschule informieren konnten, andererseits die Frechener weiterführenden Schulen (unter Ausschluss der Förderschulen, sind diese nicht weiterführend?) ihre pädagogischen Konzepte vorstellen konnten.
Nachdem nun aber fast ein halbes Jahr mit Informationsveranstaltungen ins Land gegangen ist und sich an den gesellschaftlichen Grundstrukturen immer noch nichts verändert hat:
- Eltern träumen immer noch von einem qualifizierten Schulabschluss für ihre Kinder,
- Eltern wollen, wenn irgend möglich, ihr Kind immer noch nicht auf der Hauptschule sehen,
- Viele Eltern wollen für ihre Kinder die Option, das Abitur in neun Schullahren zu erwerben, anstatt in 8 wie am Frechener Gymnasium,
- Viele Eltern wollen ihren Kindern ein längeres gemeinsames Lernen ermöglichen,
- Viele Eltern wollen nicht schon in der vierten Grundschulklasse entscheiden müssen, welcher Abschluss für ihre Kinder der richtige sein wird. Im derzeitigen Trennschulsystem prägt aber die Entscheidung zum Ende der vierten Klasse den zukünftigen Weg. Die Durchlässigkeit zwischen den Schulen wird, vorsichtig formuliert, gerne behauptet, die Hürden sind aber extrem hoch .
Aus diesem Grund haben Eltern, die eine Gesamtschule für eine substantielle Verbesserung des Schulstandorts Frechen halten, sich auf die Suche nach Unterstützung im politischen Raum gemacht.
Folgende Parteien / Fraktionen / Organisationen unterstützen aktuell den Wunsch nach einer Gesamtschule:
- SJD-Die Falken Rhein-Erft-Kreis
- Bündnis 90/Die Grünen OV Frechen
- Junge Alternativen (JA!)
- Fraktion Soziales Bündnis Frechen
- Die Linke SV Frechen
- Arbeitsgemeinschaft der Schulpflegschaften der Grundschulen
- BI Grube Carl
(Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Mitarbeit von Herrn Lussem stilbildend für die Frechener SPD wird, die sich ja 2009 in ihrem kommunalpolitischen Programm für eine Gesamtschule ausgesprochen hatte.)
Thema: Aktionsbuendnis
24. Oktober 12 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Liebe Eltern,
Sie fragen sich vielleicht, auf welcher weiterführenden Schule Ihr Kind gut zurechtkommen wird und wo es die besten Bildungschancen hat. Ihr Kind sollte so lange wie möglich die Chance haben, einen optimalen Bildungsabschluss zu erreichen. Die Frechener Schullandschaft bietet dazu derzeit nicht alle Möglichkeiten. Rund ein Viertel aller Frechener Schülerinnen und Schüler, die weiterführende Schulen besuchen, pendelt an Pulheimer und Kölner Gymnasien oder an Gesamtschulen im Umland. Das Frechener Gymnasium muss trotzdem mit weiter steigenden Anmeldezahlen rechnen – das Raumangebot an der Schule ist dafür unzureichend. Im aktuellen Schulentwicklungsplan wird von den Gutachtern empfohlen, die Hauptschule zu schließen, die Realschule zu verkleinern und eine Gesamtschule einzurichten. Dieser Forderung möchten wir mir dieser Unterschriftenaktion Nachdruck verleihen.
Gute Argumente für eine Gesamtschule in Frechen
Es gibt viele gute Argumente für die Einrichtung einer Gesamtschule.
Längeres gemeinsames Lernen
Die Kinder lernen bis zum 10. Schuljahr gemeinsam. Alle Kinder werden mitgenommen, es gibt kein Sitzenbleiben. Die individuelle Förderung wird ernst genommen. Alle Abschlüsse stehen den Schülerinnen und Schülern lange offen, die endgültige Entscheidung für den Berufsbeginn oder eine weitere schulische Orientierung fällt erst im 10.Schuljahr.
Inklusion
Alle Schülerinnen und Schüler, behinderte und nicht behinderte Kinder, lernen möglichst lange zusammen im gemeinsamen Unterricht.
Alle Abschlüsse möglich
Alle Abschlüsse bis zum Abitur können in der Schule erreicht werden, Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Fachabitur, Allgemeine Hochschulreife.
G 9 statt G 8
Bis zum Abitur haben die Kinder auf der Gesamtschule wieder neun Jahre Zeit (G9). Auf dem Frechener Gymnasium müssen die Schülerinnen und Schüler denselben Stoff in acht Jahren (G8) bewältigen.
Durchlässigkeit von unten nach oben
In Gesamtschulen erreichen weit mehr Schülerinnen und Schüler höhere Bildungsabschlüsse als im dreigliedrigen Schulsystem. Qualifizierte Berufswahlorientierung hat genauso ihren Platz wie die Studienvorbereitung.
Koordination und Information: SJD-Die Falken Rhein-Erft-Kreis (Michelle Schmitz) - Dr.-Tusch-Straße 4 - 50226 Frechen - Tel.: 02234/56095 - E-Mail: falkenerftkreis@t-online.de
Aufruf als Flugblatt
Unterschriftenliste
Gegenentwürfe