Thema: Gesamtschule
22. Oktober 11 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Sowohl die CDU als auch die SPD Frechens haben beschlossen, die bisherige Dreigliedrigkeit des Schulsystems zu hinterfragen. Die Parteien schließen derzeit eine Fusion von Haupt- und Realschule zur Sekundarschule nicht aus. Dementsprechende Anträge gingen dem Schulausschuss zu.
Vor dem Hintergrund des sogenannten Schulkonsens’ scheinen beide Parteien unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen zu sein, dass die nun gesetzlich zulässige Sekundarschule diejenige Schulform sein soll, in der Haupt- und Realschule aufzugehen haben.
Es wirkt aber so, als wollten die beiden großen Parteien hier in Frechen die Diskussion über die zukünftige Schulstruktur in einer ortsspezifischen Verkürzung führen und als solle die Vorentscheidungen darüber von den Parteien in Ortsvereinen oder Stadtverbänden getroffen werden, ohne die Wünsche der Eltern überhaupt zu kennen
Der NRW-Schulkompromiss nicht in seiner vollen Dimension thematisiert, sondern auf die Sekundarschule verkürzt:
Im Rahmen des Schulkonsens' wurde die Gesamtschule gestärkt und die Gründung von Gesamtschulen erleichtert. Die GEW fasst diesen Aspekt des Schulkonsens' folgendermaßen zusammen:
„Wenn an einem Ort mehr als hundert Eltern längeres gemeinsames Lernen für ihre Kinder wünschen, sollte ernsthaft über die Gründung einer Gesamtschule nachgedacht werden“, ermuntert Schäfer die Kommunen zur Gründung von Gesamtschulen. Diese Schulform böte schließlich alle Bildungsabschlüsse einschließlich des Abiturs an."
Überraschenderweise wollen die Frechener Parteien jedoch den Elternwunsch zu dieser zentralen Frage nicht kennen. In der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde immer wieder auf eine Elternbefragung zu Beginn dieses Schuljahres hingewiesen, die Aufschluss über den Schulwunsch der Eltern bringen solle.
Dummerweise sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Entwicklung des Jahres 2011 nicht mehr valide, wurde damals doch davon ausgegangen, dass in Frechen die Viergliedrigkeit des Schulsystems grundsätzlich beibehalten werde. Abgefragt wurden nur nach: Förderschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule. Der Begriff "Sekundarschule" tauchte nirgends auf.
Zudem hat das nordrhein-westfälische Bildungsministerium in Bezug auf die Errichtung einer Gemeinschaftsschule festgestellt, dass die Eltern entsprechend zu befragen sind und eine ausführliche Information über die geplante Schule erhalten müssen. Die Elternbefragung vom Frühjahr 2011 genügt beiden Anforderungen nicht.
Aus diesem Grund hat die AG der Schulpflegschaften einen Antrag gestellt, die Eltern ausführlich über Gesamtschule und Sekundarschule zu informieren und eine ergebnisoffene Diskussion zu führen, denn wir Eltern müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir uns auf eine komplett neue Situation im Bereich der weiterführenden Schulen werden einstellen müssen.
Es fehlen in dieser Debatte jedoch klare und nachvollziehbare Konzepte eines kohärenten städtischen Bildungsmanagements, klare Vorgaben und Planungen zur Umsetzung des Themas Inklusion in allen weiterführenden Schulen und damit die Sicherung einer Übereinstimmung der Bildungsschwerpunkte der einzelnen Schulen mit den Konzepten der Kommune.
Ebenso geben wir zu bedenken, dass alle wissenschaftlichen Prognosen davon ausgehen, dass der Elternwunsch hin zu einem Bildungspatent, das die Hochschulreife zertifiziert, ungebrochen ist. Der relative Anteil der Frechener Kinder, die zukünftig eine Schule mit gymnasialem Zug besuchen werden, wird weiter ansteigen. In Frechen ist dieser Bedarf bisher nur durch das hiesige Gymnasium (G8) zu befriedigen.
Das Gymnasium hat aber jetzt bereits Kapazitätsprobleme (Ganztag), ein weiterer Anstieg an Schülerinnen und Schüler ist durch das Gymnasium kaum zu verkraften. Ein weiterer Ausbau der Schule dann zwingend.
Als weiteres kommt hinzu, dass die Stadt Hürth aktuell die Errichtung einer Gesamtschule diskutiert, für die sich die dortige SPD stark macht und die auch von der CDU Hürth nicht grundsätzlich abgelehnt wird. Sollte sich Hürth für die Gesamtschule entscheiden, Frechen jedoch für die Sekundarschule, so kann gesichert angenommen werden, dass Frechener Kinder, die bspw. keine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung erhalten, sich eher Richtung Gesamtschule Hürth orientieren werden, als sich für die Sekundarschule Frechen zu entscheiden. Denn es ist erwiesen, dass der Anteil der Hauptschul- bzw. Realschulempfohlenen, die an einer Gesamtschule Abitur machen weit höher ist als an einem Gymnasium.
Eine Gesamtschule vor Ort wäre in der Lage, das Gymnasium partiell zu entlasten. Auf einen wenig beachteten aber trotzdem u.E. wichtigen Aspekt weisen wir noch zusätzlich hin: eine hohe SchülerInnenzahl in räumlich beengten Verhältnissen bedeutet Stress für SchülerInnen und Lehrkörper. Stress jedoch führt nachweislich zu einer Verschlechterung des Leistungsniveaus. Eine schulische Strukturentscheidung, die mittelfristig zu einer Verschlechterung des gymnasialen Lernumfelds führt, kann nicht gewollt sein. Gleiches gilt für eine Sekundarschule mit über 1200 SchülerInnen, die sich, organisatorisch kaum zu bewältigen, auf 2 Standorte verteilen sollen.
Zudem ist unter haushalterischen Gesichtspunkten zu ermitteln, inwieweit ein inklusiver Ausbau von drei Schulgebäuden durch die Stadt Frechen überhaupt zu leisten ist:
• Hauptschule und Realschule im Rahmen des Sekundarschulplans,
• das Gymnasium im Rahmen der Notwendigkeit, dass Inklusion nicht vor den Toren des Gymnasiums endet.
Da nun aber die Wahl der weiterführenden Schule eine zentrale Entscheidung im Leben der Kinder und deren Eltern ist, da nun auch in Frechen die Viergliedrigkeit zur Disposition steht und vor dem Hintergrund,
• dass die Gesamtschule eine langjährig erprobte Schulform ist,
• dass für die Sekundarschule bisher weder Lehrpläne noch pädagogische Konzepte existieren,
• dass die zwingend vorgeschriebenen Kooperationen der Sekundarschule mit weiterführenden Schulen sich erst in einem langjährigen Prozess wird einspielen müssen,
• dass die Gesamtschule, allen Kindern die Option auf die allgemeine Hochschulreife längstmöglich erhält,
• dass die Gesamtschule die Schulzeitverkürzung im Gymnasialbereich nicht nachvollzogen hat,
• dass die Gesamtschule anerkanntermaßen die Schulform ist, der unter dem Aspekt der Inklusion behinderter Kinder die besten Erfolge verzeichnet,
• dass die Inklusion nicht mit der 10. Klasse Sekundarschule endet, das Gymnasium derzeit aber weder baulich noch pädagogisch auf Inklusion eingestellt ist,
ist zu wünschen, dass sich viele Eltern an dieser Debatte beteiligen.
Insofern freuen wir uns natürlich, dass die beiden großen Parteien das Thema Schulstrukturen auf die Tagesordnung gesetzt haben. Die Geister haben sie gerufen .... nun wissen sie nicht mehr, wie sie sie los werden wollen.
Vor dem Hintergrund des sogenannten Schulkonsens’ scheinen beide Parteien unabhängig voneinander zu dem Schluss gekommen zu sein, dass die nun gesetzlich zulässige Sekundarschule diejenige Schulform sein soll, in der Haupt- und Realschule aufzugehen haben.
Es wirkt aber so, als wollten die beiden großen Parteien hier in Frechen die Diskussion über die zukünftige Schulstruktur in einer ortsspezifischen Verkürzung führen und als solle die Vorentscheidungen darüber von den Parteien in Ortsvereinen oder Stadtverbänden getroffen werden, ohne die Wünsche der Eltern überhaupt zu kennen
Der NRW-Schulkompromiss nicht in seiner vollen Dimension thematisiert, sondern auf die Sekundarschule verkürzt:
Im Rahmen des Schulkonsens' wurde die Gesamtschule gestärkt und die Gründung von Gesamtschulen erleichtert. Die GEW fasst diesen Aspekt des Schulkonsens' folgendermaßen zusammen:
„Wenn an einem Ort mehr als hundert Eltern längeres gemeinsames Lernen für ihre Kinder wünschen, sollte ernsthaft über die Gründung einer Gesamtschule nachgedacht werden“, ermuntert Schäfer die Kommunen zur Gründung von Gesamtschulen. Diese Schulform böte schließlich alle Bildungsabschlüsse einschließlich des Abiturs an."
Überraschenderweise wollen die Frechener Parteien jedoch den Elternwunsch zu dieser zentralen Frage nicht kennen. In der letzten Sitzung des Schulausschusses wurde immer wieder auf eine Elternbefragung zu Beginn dieses Schuljahres hingewiesen, die Aufschluss über den Schulwunsch der Eltern bringen solle.
Dummerweise sind die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Entwicklung des Jahres 2011 nicht mehr valide, wurde damals doch davon ausgegangen, dass in Frechen die Viergliedrigkeit des Schulsystems grundsätzlich beibehalten werde. Abgefragt wurden nur nach: Förderschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule. Der Begriff "Sekundarschule" tauchte nirgends auf.
Zudem hat das nordrhein-westfälische Bildungsministerium in Bezug auf die Errichtung einer Gemeinschaftsschule festgestellt, dass die Eltern entsprechend zu befragen sind und eine ausführliche Information über die geplante Schule erhalten müssen. Die Elternbefragung vom Frühjahr 2011 genügt beiden Anforderungen nicht.
Aus diesem Grund hat die AG der Schulpflegschaften einen Antrag gestellt, die Eltern ausführlich über Gesamtschule und Sekundarschule zu informieren und eine ergebnisoffene Diskussion zu führen, denn wir Eltern müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir uns auf eine komplett neue Situation im Bereich der weiterführenden Schulen werden einstellen müssen.
Es fehlen in dieser Debatte jedoch klare und nachvollziehbare Konzepte eines kohärenten städtischen Bildungsmanagements, klare Vorgaben und Planungen zur Umsetzung des Themas Inklusion in allen weiterführenden Schulen und damit die Sicherung einer Übereinstimmung der Bildungsschwerpunkte der einzelnen Schulen mit den Konzepten der Kommune.
Ebenso geben wir zu bedenken, dass alle wissenschaftlichen Prognosen davon ausgehen, dass der Elternwunsch hin zu einem Bildungspatent, das die Hochschulreife zertifiziert, ungebrochen ist. Der relative Anteil der Frechener Kinder, die zukünftig eine Schule mit gymnasialem Zug besuchen werden, wird weiter ansteigen. In Frechen ist dieser Bedarf bisher nur durch das hiesige Gymnasium (G8) zu befriedigen.
Das Gymnasium hat aber jetzt bereits Kapazitätsprobleme (Ganztag), ein weiterer Anstieg an Schülerinnen und Schüler ist durch das Gymnasium kaum zu verkraften. Ein weiterer Ausbau der Schule dann zwingend.
Als weiteres kommt hinzu, dass die Stadt Hürth aktuell die Errichtung einer Gesamtschule diskutiert, für die sich die dortige SPD stark macht und die auch von der CDU Hürth nicht grundsätzlich abgelehnt wird. Sollte sich Hürth für die Gesamtschule entscheiden, Frechen jedoch für die Sekundarschule, so kann gesichert angenommen werden, dass Frechener Kinder, die bspw. keine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung erhalten, sich eher Richtung Gesamtschule Hürth orientieren werden, als sich für die Sekundarschule Frechen zu entscheiden. Denn es ist erwiesen, dass der Anteil der Hauptschul- bzw. Realschulempfohlenen, die an einer Gesamtschule Abitur machen weit höher ist als an einem Gymnasium.
Eine Gesamtschule vor Ort wäre in der Lage, das Gymnasium partiell zu entlasten. Auf einen wenig beachteten aber trotzdem u.E. wichtigen Aspekt weisen wir noch zusätzlich hin: eine hohe SchülerInnenzahl in räumlich beengten Verhältnissen bedeutet Stress für SchülerInnen und Lehrkörper. Stress jedoch führt nachweislich zu einer Verschlechterung des Leistungsniveaus. Eine schulische Strukturentscheidung, die mittelfristig zu einer Verschlechterung des gymnasialen Lernumfelds führt, kann nicht gewollt sein. Gleiches gilt für eine Sekundarschule mit über 1200 SchülerInnen, die sich, organisatorisch kaum zu bewältigen, auf 2 Standorte verteilen sollen.
Zudem ist unter haushalterischen Gesichtspunkten zu ermitteln, inwieweit ein inklusiver Ausbau von drei Schulgebäuden durch die Stadt Frechen überhaupt zu leisten ist:
• Hauptschule und Realschule im Rahmen des Sekundarschulplans,
• das Gymnasium im Rahmen der Notwendigkeit, dass Inklusion nicht vor den Toren des Gymnasiums endet.
Da nun aber die Wahl der weiterführenden Schule eine zentrale Entscheidung im Leben der Kinder und deren Eltern ist, da nun auch in Frechen die Viergliedrigkeit zur Disposition steht und vor dem Hintergrund,
• dass die Gesamtschule eine langjährig erprobte Schulform ist,
• dass für die Sekundarschule bisher weder Lehrpläne noch pädagogische Konzepte existieren,
• dass die zwingend vorgeschriebenen Kooperationen der Sekundarschule mit weiterführenden Schulen sich erst in einem langjährigen Prozess wird einspielen müssen,
• dass die Gesamtschule, allen Kindern die Option auf die allgemeine Hochschulreife längstmöglich erhält,
• dass die Gesamtschule die Schulzeitverkürzung im Gymnasialbereich nicht nachvollzogen hat,
• dass die Gesamtschule anerkanntermaßen die Schulform ist, der unter dem Aspekt der Inklusion behinderter Kinder die besten Erfolge verzeichnet,
• dass die Inklusion nicht mit der 10. Klasse Sekundarschule endet, das Gymnasium derzeit aber weder baulich noch pädagogisch auf Inklusion eingestellt ist,
ist zu wünschen, dass sich viele Eltern an dieser Debatte beteiligen.
Insofern freuen wir uns natürlich, dass die beiden großen Parteien das Thema Schulstrukturen auf die Tagesordnung gesetzt haben. Die Geister haben sie gerufen .... nun wissen sie nicht mehr, wie sie sie los werden wollen.
Thema: Edith-Stein-Schule
11. Oktober 11 | Autor: antoine favier | 2 Kommentare | Kommentieren
Es gibt Vorkommnisse, die sollte es nicht geben. Beispielsweise eine Wahlanfechtung bei der Wahl des Vorsitzenden der Schulpflegschaft.
Aber, dies ist nun geschehen - an einer Frechener Grundschule.
Und dies obwohl das Schulministerium jährlich den Schulleitungen ein Merkblatt über den ordnungsgemäßen Ablauf der konstituierenden Sitzung der Schulpflegschaft und den Wahlmodus zukommen läßt.
Und dies, obwohl der Wahlmodus in besagter Schule lange Jahre korrekt angewandt wurde.
Und dies obwohl der Wahlmodus im Schulgesetz verankert ist.
Und dies, obwohl bereits in der Sitzung auf die Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht wurde.
Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass die bisherige Vorsitzende mit Halbwahrheiten diskreditiert wurde.
Nun fragt sich der unbeteiligte Aussenstehende natürlich: war es blosse Nachlässigkeit der Schulleitung oder war's eine Intrige: sollte eine Vorsitzende zugunsten eines politisch genehmen Nachfolgers weggemobbt werden?
Wir hoffen auf spannende Weiterungen und bleiben am Ball ...
Nachtrag vom 17.10.2011
Die Eltern haben Recht bekommen. Die Wahl zum Vorsitzenden der Schulpflegschaft wies Unregelmäßigkeiten auf und muss wiederholt werden. Auf diese Unregelmäßigkeiten war bereits in der Sitzung hingewiesen worden. Damals hat es die Verantwortliche nicht interessiert. Nun argumentiert die Schulleiterin, dass eine das Schulgesetz ergänzende Wahlordnung bereits (sic!) erstellt sei, aber noch nicht von der Schulkonferenz beschlossen wurde.
Welche Schlussfolgerungen sind möglich?
a.) Die Schulkonferenz weiß noch nichts von ihrem Glück
a.) die Änderung der Wahlordnung war schon länger geplant – dann war der Schulleiterin das Problem bekannt und sie hätte spätestens zum Zeitpunkt des Widerspruchs, also noch während der Sitzung, reagieren müssen.
b.) die Änderung der Wahlordnung wurde ad hoc in den letzten Tagen konzipiert und soll von dem gravierenden Fehler der Schulleitung in der Sitzung ablenken.
Dann bleibt die Frage unbeantwortet, warum eine langjährige Schulleitung, die diese Wahl jedes Jahr leitet, im Jahre 2011 „spontan“ einen solchen Fehler begeht und noch in der Sitzung darauf hingewiesen, sich nicht an das übliche Verfahren erinnern will….
Zudem ist die von der Schulleitung geplante Änderung der Wahlordnung erklärungsbedürftig. Das angeführte Argument, die Elternmitbestimmung auf möglichst viele Schultern zu verteilen, ist nicht stichhaltig, da die Elternmitbestimmung auf der Ebene der Klasse mit der Wahl eines/ einer Klassenpflegschaftsvorsitzenden beginnt. Und auch in der Klasse gilt: ein Schüler - eine Stimme und nicht 2 anwesende Eltern = zwei Stimmen (in dieser Logik hätten Zwillingseltern dann glatt und sauber 4 Stimmen). Insofern ist die bestehende Regelung in der Schulkonferenz in sich schlüssig: eine Klasse – eine Stimme.
Sollte eine solche Änderung vom Kollektiv der Klassenpflegschaften eingefordert werden, so wäre darüber in der Schulkonferenz zu debattieren und die Vor- und Nachteile zu beurteilen. Hier aber scheint die Schulleiterin aus eigener Machtvollkommenheit eine Änderung der Wahlordnung beschlossen zu haben. Sie scheint wie selbstverständlich davon auszugehen, dass die Schulkonferenz ihrem Anliegen folgt.
Ob diese Maßnahme ein erster Schritt hin zu einer „partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ ist, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Anbei ergänzend die Presseartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger und der Kölner Rundschau
Kölner Stadtanzeiger
Kölner Rundschau
Aber, dies ist nun geschehen - an einer Frechener Grundschule.
Und dies obwohl das Schulministerium jährlich den Schulleitungen ein Merkblatt über den ordnungsgemäßen Ablauf der konstituierenden Sitzung der Schulpflegschaft und den Wahlmodus zukommen läßt.
Und dies, obwohl der Wahlmodus in besagter Schule lange Jahre korrekt angewandt wurde.
Und dies obwohl der Wahlmodus im Schulgesetz verankert ist.
Und dies, obwohl bereits in der Sitzung auf die Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht wurde.
Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass die bisherige Vorsitzende mit Halbwahrheiten diskreditiert wurde.
Nun fragt sich der unbeteiligte Aussenstehende natürlich: war es blosse Nachlässigkeit der Schulleitung oder war's eine Intrige: sollte eine Vorsitzende zugunsten eines politisch genehmen Nachfolgers weggemobbt werden?
Wir hoffen auf spannende Weiterungen und bleiben am Ball ...
Nachtrag vom 17.10.2011
Die Eltern haben Recht bekommen. Die Wahl zum Vorsitzenden der Schulpflegschaft wies Unregelmäßigkeiten auf und muss wiederholt werden. Auf diese Unregelmäßigkeiten war bereits in der Sitzung hingewiesen worden. Damals hat es die Verantwortliche nicht interessiert. Nun argumentiert die Schulleiterin, dass eine das Schulgesetz ergänzende Wahlordnung bereits (sic!) erstellt sei, aber noch nicht von der Schulkonferenz beschlossen wurde.
Welche Schlussfolgerungen sind möglich?
a.) Die Schulkonferenz weiß noch nichts von ihrem Glück
a.) die Änderung der Wahlordnung war schon länger geplant – dann war der Schulleiterin das Problem bekannt und sie hätte spätestens zum Zeitpunkt des Widerspruchs, also noch während der Sitzung, reagieren müssen.
b.) die Änderung der Wahlordnung wurde ad hoc in den letzten Tagen konzipiert und soll von dem gravierenden Fehler der Schulleitung in der Sitzung ablenken.
Dann bleibt die Frage unbeantwortet, warum eine langjährige Schulleitung, die diese Wahl jedes Jahr leitet, im Jahre 2011 „spontan“ einen solchen Fehler begeht und noch in der Sitzung darauf hingewiesen, sich nicht an das übliche Verfahren erinnern will….
Zudem ist die von der Schulleitung geplante Änderung der Wahlordnung erklärungsbedürftig. Das angeführte Argument, die Elternmitbestimmung auf möglichst viele Schultern zu verteilen, ist nicht stichhaltig, da die Elternmitbestimmung auf der Ebene der Klasse mit der Wahl eines/ einer Klassenpflegschaftsvorsitzenden beginnt. Und auch in der Klasse gilt: ein Schüler - eine Stimme und nicht 2 anwesende Eltern = zwei Stimmen (in dieser Logik hätten Zwillingseltern dann glatt und sauber 4 Stimmen). Insofern ist die bestehende Regelung in der Schulkonferenz in sich schlüssig: eine Klasse – eine Stimme.
Sollte eine solche Änderung vom Kollektiv der Klassenpflegschaften eingefordert werden, so wäre darüber in der Schulkonferenz zu debattieren und die Vor- und Nachteile zu beurteilen. Hier aber scheint die Schulleiterin aus eigener Machtvollkommenheit eine Änderung der Wahlordnung beschlossen zu haben. Sie scheint wie selbstverständlich davon auszugehen, dass die Schulkonferenz ihrem Anliegen folgt.
Ob diese Maßnahme ein erster Schritt hin zu einer „partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ ist, kann mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Anbei ergänzend die Presseartikel aus dem Kölner Stadtanzeiger und der Kölner Rundschau
Kölner Stadtanzeiger
Kölner Rundschau
Thema: war mal links
07. Oktober 11 | Autor: antoine favier | 0 Kommentare | Kommentieren
Das Ratsmitglied der Linken – Frechen, Franz Josef Gronewald, kritisierte auf der Homepage der Ratsfraktion der Linken alle Mitglieder des Bundestages, die der Papstrede ferngeblieben sind. Er positioniert sich damit anders als die Bundestagsfraktion der Linken.
Das mag befremdlich wirken, noch befremdlicher sind aber die Reaktionen des Stadtverbandes:
„Jedem Abgeordneten des Deutschen Bundestages steht es frei, der Papstrede fernzubleiben. Wer dies als flegelhaft und unhöflich bezeichnet, offenbart ein merkwürdiges Demokratieverständnis.
Franz Josef Gronewald demonstrierte sein Verständnis von Demokratie schon durch intrigante Machenschaften auf seinem Weg in den Stadtrat. Was "linke Politik in Frechen" ist, bestimmt er.
Somit ist ihm absolutistisches Verhalten nicht fremd.“
Kann es sein, das der Stadtverband und die Fraktion ein Problem haben?
Lustig auch: die Ratsfraktion der Linken hat auf ihrer Homepage keinen Link zur Homepage des Stadtverbandes und vice versa.
Bleibt noch eine Frage zu klären: wann wird die Fraktion aus der Partei ausgeschlossen?
Denn:
„Der Stadtverband distanziert sich hiermit ausdrücklich von den Aussagen des Franz Josef Gronewald.
Sie spiegeln keineswegs die politischen Ansichten des Stadtverbandes wieder.“
Und der unwissende Wähler bzw. die unwissende Wählerin fragt sich möglicherweise warum und zu welchem Zwecke gibt es diese Partei und diese Fraktion in Frechen?
Nachtrag 1
Es scheint so, als sei die Scheidung im vollem Gange. Das Vorstandsmitglied M.Güngör war längste Zeit sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss. Diese Funktion übernimmt nun die Fraktionssekretärin.
Nachtrag 2 vom 19. Oktober 2011
Die Partei hat ihre Kritik am Fraktionsvorsitzenden Grönewald von ihrer Homepage entfernt - schade eigentlich ...
Das mag befremdlich wirken, noch befremdlicher sind aber die Reaktionen des Stadtverbandes:
„Jedem Abgeordneten des Deutschen Bundestages steht es frei, der Papstrede fernzubleiben. Wer dies als flegelhaft und unhöflich bezeichnet, offenbart ein merkwürdiges Demokratieverständnis.
Franz Josef Gronewald demonstrierte sein Verständnis von Demokratie schon durch intrigante Machenschaften auf seinem Weg in den Stadtrat. Was "linke Politik in Frechen" ist, bestimmt er.
Somit ist ihm absolutistisches Verhalten nicht fremd.“
Kann es sein, das der Stadtverband und die Fraktion ein Problem haben?
Lustig auch: die Ratsfraktion der Linken hat auf ihrer Homepage keinen Link zur Homepage des Stadtverbandes und vice versa.
Bleibt noch eine Frage zu klären: wann wird die Fraktion aus der Partei ausgeschlossen?
Denn:
„Der Stadtverband distanziert sich hiermit ausdrücklich von den Aussagen des Franz Josef Gronewald.
Sie spiegeln keineswegs die politischen Ansichten des Stadtverbandes wieder.“
Und der unwissende Wähler bzw. die unwissende Wählerin fragt sich möglicherweise warum und zu welchem Zwecke gibt es diese Partei und diese Fraktion in Frechen?
Nachtrag 1
Es scheint so, als sei die Scheidung im vollem Gange. Das Vorstandsmitglied M.Güngör war längste Zeit sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss. Diese Funktion übernimmt nun die Fraktionssekretärin.
Nachtrag 2 vom 19. Oktober 2011
Die Partei hat ihre Kritik am Fraktionsvorsitzenden Grönewald von ihrer Homepage entfernt - schade eigentlich ...
Gegenentwürfe